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Europäischer Finanzmarkt : Der Wertpapierhandel wird immer günstiger

Handelssaal an der Frankfurter Börse Bild: dpa

An den Börsen in Europa nimmt das Handelsvolumen ab, was schlecht für die Liquidität ist. Gleichzeitig sinken die Handelskosten weiter. Woran liegt das, und was ist wichtiger?

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          Der Blick vieler Anleger richtet sich zuvorderst auf den Kurs eines Wertpapiers. Eine wichtige Kennzahl gerät oft ins Hintertreffen: die Liquidität. Dabei ist das Schmiermittel der Finanzmärkte nicht zu unterschätzen. Auf einem liquiden Markt finden Käufer und Verkäufer schneller zusammen, im Idealfall zum perfekten Preis. Ein „flüssiger“ Markt wird auch als effizienter Markt bezeichnet. Je liquider ein Wertpapier oder ein Markt ist, desto günstiger wird der Handel für Investoren. Illiquidität kann dagegen schnell teuer werden, auch wenn die Kosten dafür nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Der europäische Aktienmarkt trockne zunehmend aus, sagt Victoria Kelly, Handelschefin des Vermögensverwalters Fidelity. „Europa verliert im globalen Vergleich prozentual an Handelsvolumen“. Das wandere verstärkt nach Amerika. „Im Schnitt befand sich 65 Prozent des Volumens für den Aktienmarkt in Amerika – mittlerweile sind es 70 bis 75 Prozent“, betont Kelly. Zwar hätte die europäische Quote schon immer unter der amerikanischen gelegen. Dennoch habe sich das Volumen spürbar reduziert, erzählt Kelly – von fast 15 auf aktuell rund 10 Prozent.

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