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Devisen : Eurokurs steigt nach EZB-Ankündigung kräftig

  • Aktualisiert am

Bild: Reuters

Die EZB wird offenbar kurzfristig angesichts einer höheren Inflation abermals über ein Ende der Anleihenkäufe diskutieren. Das lässt den Euro aufwerten.

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          Der Euro wertet am Mittwoch mit der Aussicht auf eine etwas straffere Geldpolitik im Euroraum deutlich auf. Mit aktuell 1,1783 Dollar hat er seinen jüngsten Abwertungstrend nun mehr offenkundig abgefangen. Am Morgen war der Euro noch deutlich tiefer bei 1,1720 Dollar gehandelt worden.

          Den entscheidenden Impuls lieferte am Morgen der Chefvolkswirt der EZB, Peter Praet. In einer Rede in Berlin hatte der Notenbanker für die Ratssitzung in der kommenden Woche eine Diskussion über die Fortsetzung des Kaufprogramm für Anleihen angekündigt. Es sei klar, dass man die weitere Entwicklung der Anleihekäufe prüfen müsse, sagte Praet.

          Der Euro hatte schon am Vorabend aufgewertet, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg über eine anstehende Diskussion über die Fortsetzung der Anleihekäufe berichtet hatte. Es sei auch möglich, dass es zu einer öffentlichen Ankündigung kommen werde, hieß es in dem Bericht.

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          Laut bisherigen Ankündigungen sollen die Anleihekäufe der Notenbank noch bis mindestens September fortgesetzt werden. Derzeit kauft die EZB Anleihen in einem Volumen von 30 Milliarden Euro pro Monat.

          Die EZB sei auf gutem Weg zu einer nachhaltig höheren Inflationsrate, hieß es. Zu dem stärkeren Preisdruck trage auch der Wirtschaftsaufschwung in den Staaten der Währungsunion bei, der sich in höheren Löhnen bemerkbar mache, so Praet. "Dies stärkt unser Vertrauen, dass die Inflation mittelfristig ein Niveau von unter, aber nahe zwei Prozent erreichen wird."

          Bundesbankchef Jens Weidmann sagte, er halte Erwartungen von Finanzinvestoren für plausibel, wonach das Programm noch dieses Jahr beendet werde. Dies wäre aus seiner Sicht nur der erste Schritt auf dem Weg zu einer Normalisierung nach Jahren einer sehr expansiven Geldpolitik. Die EZB dürfe dabei aber keine Turbulenzen an den Märkten riskieren.

          Die Kurse europäischer Staatsanleihen fallen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe steigt daher merklich auf 0,46 Prozent. Besonders stark stiegen die Renditen italienischer Anleihen. Ein Anstieg des Zinsniveaus könnte die Situation des italienischen Staates besonders angesichts der Ausgabenvorhaben der neuen Regierung verschlechtern.

          Die Aktienkurse, die sich den Tag über lange im positive Terrain gehalten hatten, rutschten am Nachmittag indes ab. Der 100 Werte enthaltende und den deutschen Aktienmarkt abbildende F.A.Z.-Index verliert 0,2 Prozent auf 2487 Punkte. der Standardwerteindex gibt 0,25 Prozent aus 12.755 Zähler nach.

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