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Unter 1,20 Dollar : Euro fällt auf niedrigsten Stand seit Mitte Januar

1 Euro kostet derzeit etwa 1,19 Dollar. Bild: dpa

Die amerikanische Wirtschaft läuft, während Europa schwächelt. Das führt dazu, dass sich der Dollar gegenüber vielen Währungen stark zeigt.

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          Der Dollar zeigt sich in diesen Tagen gegenüber vielen anderen Währungen, gegenüber Rohstoffen und gegenüber Edelmetallen stark. So kostete eine Feinunze Gold am Dienstagnachmittag mit 1303 Dollar so wenig wie seit dem Jahreswechsel nicht mehr. Der Kurs des Euros fiel mit 1,1983 Dollar auf seinen niedrigsten Stand seit dem 11. Januar. Die Kurse kamen am Dienstag bei niedrigen Umsätzen zustande, da der 1. Mai in vielen Ländern ein gesetzlicher Feiertag ist. Öl wurde um fast 2 Prozent billiger.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

          Die Stärke des Dollars erklärt sich am Markt mit einem ungebrochenen Vertrauen in den amerikanischen Konjunkturaufschwung, während viele Konjunkturdaten aus Europa zuletzt enttäuscht hatten. Von dem zweitägigen Treffen der Führung der amerikanischen Notenbank Fed, das am Dienstag begann, erwarten viele Marktteilnehmer Signale, die auf mindestens zwei Erhöhungen des kurzfristigen Leitzinses im weiteren Jahresverlauf deuten, zumal sich in den Vereinigten Staaten allmählich etwas Inflationsdruck aufzubauen scheint.

          Zu Lasten des Euros wirkten sich Spekulationen über Neuwahlen in Italien aus, da die bisherigen Koalitionsverhandlungen zu keinem Ergebnis geführt hatten. Außerdem nimmt in Europa anders als in den Vereinigten Staaten der Inflationsdruck nicht zu, wie eine gegenüber dem Vormonat unveränderte April-Inflationsrate von 1,6 Prozent für Deutschland belegt.

          EUR/USD

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          Widersprüchlich wurden am Markt neue Daten aus der monetären Statistik der Europäischen Zentralbank gesehen. Eine gegenüber dem Vormonat nahezu unveränderte März-Wachstumsrate der Kredite an den privaten Sektor in der Eurozone von 3 Prozent wurde als Zeichen einer robusten Konjunktur interpretiert. Im Gegensatz dazu steht allerdings der unerwartete Rückgang der Wachstumsrate der Geldmenge M3 von 4,2 auf 3,7 Prozent.

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