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Preiskampf : ETFs (fast) kostenlos

Bild: F.A.Z.

Das stärkste Argument für die Investition in ETFs ist, dass sie billig sind. Das hat zu einem harten Preiskampf geführt. Lyxor verlangt demnächst nur noch 0,04 Prozent.

          Das Gros der börsengehandelten, passiven Fonds (ETFs) sind Standardprodukte. Auf entsprechende Fonds aus dem Aktienbereich etwa entfiel 2017 rund die Hälfte des verwalteten Vermögens und der Mittelzuflüsse. Diese Produkte unterscheiden sich vor allem durch ein wesentliches Merkmal: den Preis.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dies hat zu einem vehementen Preiskampf geführt. Ende Dezember schon brachte die Gesellschaft Franklin zehn ETFs auf den Markt, bei denen die Gebühr nur noch 0,09 Prozent betrug. „Das Rennen geht in Richtung null“, sagte schon vor einiger Zeit etwa Will Rhind, Chef des ETF-Anbieters Granite Shares.

          Nun kommt der Anbieter Lyxor mit einem neuen Billig-Angebot auf den Markt. Unter der „Lyxor Core Range“ bieten die Franzosen insgesamt 15 ETFs auf Standard-Aktien- und Rentenindizes an, von denen elf schon bestehende Fonds sind, deren Kosten gesenkt wurden.

          Allen sei gemeinsam, dass sie eine extrem geringe Gesamtkostenquote aufweisen. In neun Fällen sind es 0,07 Prozent, vier Fonds liegen leicht darüber. Die neuen ETFs auf amerikanische und britische Aktien kommen aber sogar mit 0,04 Prozent aus.

          Die Kosten stünden weiter im Blickpunkt der Investoren, sagt Arnaud Llinas, Leiter des ETF Geschäfts bei Lyxor.„Anleger seien vor allem an kostengünstigen Basis-ETFs als Grundstein ihrer Portfolios interessiert.

          Lyxor scheint damit eine weitere Preisrunde einzuläuten. Bislang hatten die Franzosen nur einen Fonds mit einer Gesamtkostenquote von weniger als 0,1 Prozent am Start. 0,04 Prozent sind tatsächlich ein neuer Tiefpreis am deutschen Markt. Dieser lag bisher bei einigen Eurostoxx-50-ETFs bei 0,05 Prozent, ein Preis den Lyxor auch mit dem neuen Angebot bei 0,07 Prozent nicht ganz erreicht.

          Mit den neuen Fonds auf britische und amerikanische Aktien unterbietet Lyxor auch den Wettbewerber iShares, dessen FTSE100- und S&P-500-ETFs zuletzt nur 0,07 Prozent Gesamtkostenquote erreichten.

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