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Amerika top, Deutschland flop : So investieren ETF-Anleger

Vor der New Yorker Börse Bild: dpa

Die Zuflüsse in Indexfonds sind weiter groß. Je nach Herkunft investieren die Anleger aber sehr unterschiedlich.

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          Aktien aus der Eurozone sind bei Amerikanern deutlich gefragter als bei Europäern. Während aus den Vereinigten Staaten im ersten Halbjahr 3,8 Milliarden Euro in entsprechende börsengehandelte Indexfonds flossen, zogen Europäer im gleichen Zeitraum 1 Milliarde Euro aus Eurozonen-ETF ab. Das geht aus den Halbjahreszahlen zum weltweiten ETF-Markt hervor, die der französische Vermögensverwalter Amundi am Freitag vorlegte. Amerikanische Investoren haben mit 359 Milliarden Euro aber auch insgesamt deutlich mehr Geld in ETF gesteckt als die Europäer, die nur 72 Milliarden Euro investierten.

          Tim Kanning
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Alles in allem flossen in den ersten sechs Monaten des Jahres den Angaben zufolge 588 Milliarden Euro in Indexfonds, die anders als aktiv gemanagte Fonds einfach einen bestimmten Wertpapierindex abbilden. Vier Fünftel dieses Geldes gingen laut Amundi in amerikanische Wertpapiere. Aus Indexfonds auf deutsche Aktien zogen die Anleger insgesamt 500 Millionen Euro ab. Bei den Europäern deutlich beliebter als bei Amerikanern und Asiaten waren Indexprodukte auf Rohstoffe. Hier legten Europäer 2,8 Milliarden Euro an, während die amerikanischen Investoren 900 Millionen Euro und die Asiaten sogar 1,1 Milliarden Euro abzogen. Auch Schwellenländer-Investments waren bei den Asiaten besonders unbeliebt: Sie zogen 4,5 Milliarden Euro aus entsprechenden ETF ab, während Europäer und Amerikaner dort weiter investierten.

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