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Investmentfonds : ETF-Anleger werden zur Großmacht an den Märkten

Das Gesetz der großen Zahlen: Kurstafel an der Frankfurter Börse Bild: Marc-Steffen Unger

Aktive Fondsmanager verlieren an der Börse immer mehr an Bedeutung. Werden all die Anleger in passiven Indexfonds zur gefährlichen Herde?

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          Wenn sie Geld an der Börse anlegen wollen, greifen immer mehr Anleger zu börsengehandelten Indexfonds, die schlicht die Wertentwicklung eines bestimmten Index nachbilden. In den Vereinigten Staaten haben solche passiven Fonds, die vor allem unter dem Kürzel ETF bekannt sind, im August erstmals mehr Geld verwaltet als aktive Fondsmanager, die je nach Marktlage bestimmte Wertpapiere für ihre Fonds ver- oder zukaufen.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dieser Zäsur, die das Analysehaus Morningstar im September recht nüchtern in seinen Standardveröffentlichungen abhandelte, ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte vorangegangen: Demnach haben Anleger in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 1,3 Billionen Dollar aus aktiv gemanagten Amerika-Aktienfonds abgezogen und 1,4 Billionen Dollar in passive Indexfonds investiert. Stand August lag die Marktaufteilung bei 50,15 Prozent in passiven Fonds und 49,85 Prozent in aktiven.

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