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ETF als Geldanlage : Die Macht der Index-Anbieter

Eine Anzeigetafel mit dem Kursverlauf des deutschen Leitindex Dax in Frankfurt. Mittlerweile gibt es eine ganze Bandbreite an Indizes. Bild: dpa

ETF machen die Geldanlage einfacher und billiger. Zugleich steigt die Zahl der Indizes ins Unermessliche. Anbieter wie MSCI und S&P spielen ihre Macht aus.

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          Wohl und Wehe an den Börsen verbinden die meisten Anleger mit einer Handvoll Aktienindizes. Ob die Konjunktur läuft und die Unternehmen mehr Gewinne machen oder ob die Marktteilnehmer verunsichert sind und sich um die Weltwirtschaft bangen wie derzeit wegen der Ausbreitung des Coronavirus: All das offenbart sich für die breite Öffentlichkeit im Auf und Ab von Börsenbarometern wie dem deutschen Dax, den amerikanischen Dow Jones und S&P 500 oder dem japanischen Nikkei. Doch neben diesen Flaggschiffen, über deren Rekordhöhen und Rückschläge regelmäßig berichtet wird, gibt es noch eine Unmenge anderer Börsenbarometer, die ausschlagen, ohne dass es viele Anleger mitbekommen.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Insgesamt gibt es sage und schreibe 2,96 Millionen Indizes auf der Welt, wie die Branchenorganisation Index Industry Association (IIA) unlängst ermittelt hat. Das ist nicht nur 58 Mal mehr, als es rund um den Globus an Aktien gibt. Die Index-Industrie ist mittlerweile ein Riesengeschäft, in dem es um Macht und unvorstellbar viel Geld geht. „Das ist verwirrend für jeden, der nicht aus dem Finanzmarkt ist“, sagt Timo Pfeiffer, Vorstand und Chief Markets Officer des Indexanbieters Solactive: „Nur ein kleiner Teil der Indizes ist sichtbar und zugänglich investierbar.“ Die große Masse an Aktien- und Anleiheindizes ist exklusiv für Investmentgesellschaften, Pensionskassen und andere Finanzorganisationen entwickelt, um ihnen Orientierung zu geben.

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