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Ernüchternde Börsenbilanz : Kursraketen von Siemens sind Mangelware

Hauptsitz: Die Konzernzentrale von Siemens in München Bild: dpa

Mit der Energie- und Kraftwerkstechnik bringt der Technologiekonzern Siemens bald ein weiteres Geschäft an die Börse. Die Bilanz der Abspaltungen seit 1999 fällt jedoch eher ernüchternd aus.

          3 Min.

          Das Siemens-Universum dehnt sich an der Börse aus. Infineon, Osram, Siemens Gamesa, Siemens Healthineers – sie alle sind Ausgliederungen des Technologiekonzerns. Die Energie- und Kraftwerkstechnik namens Gas and Power (GP) folgt spätestens im September 2020. „Powerhouse“ lautet der Projektname. Schon im ersten Schritt des Börsengangs gehen die Münchner in eine Minderheitsposition auf etwas weniger als 50 Prozent. Längerfristig wird, wie Vorstandsvorsitzender Joe Kaeser betont, eine Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie gehalten.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Die bisherigen Börsen-Operationen von Siemens sind mit mehr oder minder großem Erfolg verlaufen. Da sind leuchtende Sterne dabei; andere strahlten wie eine Supernova zunächst hell auf, bevor der Niedergang am Aktienmarkt erfolgt ist. Epcos, ein Hersteller von elektronischen Bauteilen, kam im Oktober 1999 in den Dax. Ein kurzes Zwischenspiel. Siemens stieg 2006 aus dem Unternehmen ganz aus. Epcos wurde 2009 von der Börse genommen und firmiert heute als TDK Electronics. Der im Jahr 2000 furios emittierte Halbleiterhersteller Infineon musste, kurz nach dem endgültigen Ausstieg von Siemens 2006, zeitweise um seine Existenz bangen. Heute ist der Chipproduzent nach einem kräftigen Umbau mit einem Börsenwert von 19 Milliarden Euro fester Bestandteil im Dax.

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