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Währungskrise : Türkische Lira auf Rekordtief

  • Aktualisiert am

In der Türkei herrscht eine Währungskrise. Bild: AP

Der türkische Präsident Recep Erdogan dringt auf eine Zinssenkung. Das schickt die Währung abermals auf Talfahrt.

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          Die erneute Forderung nach Zinssenkungen vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat die Lira auf Talfahrt geschickt. Der Dollar stieg im Gegenzug in der Nacht zu Mittwoch um rund vier Prozent auf 8,88 türkische Lira. Erdogan sagte am Dienstagabend in einem Fernsehinterview mit dem Staatssender TRT Haber: „Ich habe heute mit dem Zentralbankgouverneur gesprochen - wir müssen die Zinsen auf jeden Fall senken.“ Dabei müsse Juli oder August ins Auge gefasst werden. Das werde der Wirtschaft bei der Erholung von der Coronavirus-Pandemie helfen, sagte Erdogan. Die türkische Notenbank hat ihre geldpolitischen Sitzungen für den 14. Juli und den 12. August anberaumt.

          Seit Mitte März hat die türkische Devise 16 Prozent abgewertet. Erdogan hatte damals überraschend Notenbankchef Naci Agbal durch Sahap Kavcioglu ersetzt - einen erklärten Gegner einer straffen Geldpolitik. Zudem tauschte er seitdem weitere Notenbanker aus. Börsianer fürchten um die Unabhängigkeit der Zentralbank. Erdogan gilt als erklärter Gegner von Zinsen und spricht sich immer wieder für deren Senkung aus. Der Kursrutsch der Landeswährung und sich verteuernde Rohstoff-Importe hatten die Inflation in der Türkei zuletzt auf über 17 Prozent steigen lassen.

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