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Internationale Energieagentur : Energiekrise könnte Erholung der Weltwirtschaft gefährden

  • Aktualisiert am

Ölförderung in Brasilien Bild: dpa

Der Mangel an Erdgas droht zunehmend auf den Ölmarkt überzuschwappen. Die Ölnachfrage könnte dabei wieder auf das Niveau vor der Pandemie steigen. Die Preise für Rohöl nehmen derweil Kurs auf Mehrjahreshochs.

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          Eine globale Energiekrise könnte die Inflation anheizen und nach Ansicht der Internationalen Energieagentur (IEA) die weltweite Erholung von der Corona-Pandemie verlangsamen. „Rekordpreise für Kohle und Gas sowie wiederkehrende Ausfälle veranlassen den Stromsektor und energieintensive Industrien, sich dem Öl zuzuwenden, um Lichter brennen zu lassen und den Betrieb am Laufen zu halten“, teilte die Agentur in ihrem monatlichen Ölbericht mit. Infolge dessen werde sich die Ölnachfrage auf der Welt im kommenden Jahr voraussichtlich auf das Niveau vor der Pandemie erholen.

          Die IEA geht davon aus, dass die globale Energiekrise die Ölnachfrage um eine halbe Million Barrel am Tag (bpd) ankurbeln werde. Die steigenden Energiepreise erhöhten auch den Inflationsdruck, der zusammen mit Stromausfällen zu einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung führen könnte. Die Agentur schätzt, dass die großen Ölförderländer der Opec+ mit der Rohöl-Förderung im vierten Quartal etwa 700.000 Barrel am Tag unter der erwarteten Nachfrage bleiben werde.

          Ölpreise nehmen Kurs auf Mehrjahreshochs

          Unterdessen sind die Ölpreise am Donnerstag wieder in Richtung ihrer der mehrjährigen Höchststände vom Wochenbeginn gestiegen. Marktbeobachter verwiesen auf Aussagen der Internationalen Energieagentur. Zeitweise kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 84,23 US-Dollar. Das waren 1,05 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 90 Cent auf 81,34 Dollar.

          Am Montag war der Brent-Preis bis auf 84,60 Dollar gestiegen und damit auf das höchste Niveau seit drei Jahren. Der US-Ölpreis hatte mit gut 82 Dollar einen siebenjährigen Höchststand erreicht. Auslöser der Entwicklung sind die globale Knappheit an Energie und eine zugleich anziehende Nachfrage infolge der konjunkturellen Erholung vom Corona-Einbruch.

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