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Elon Musk : „Ich respektiere die Börsenaufsicht nicht“

  • Aktualisiert am

Tesla-Chef und Tech-Milliardär Elon Musk Bild: dpa

Man könnte meinen, Elon Musk hält nach seiner Millionenstrafe der Börsenaufsicht SEC erstmal die Füße still. Das tut er nicht. Im Gegenteil: Er verkündet öffentlich, die Anordnungen der Behörde nicht zu befolgen.

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          Tesla-Chef Elon Musk greift weiter die amerikanische Börsenaufsicht SEC an, die ihn von der Spitze des Verwaltungsrates des Elektroauto-Herstellers gedrängt hat. „Ich möchte ganz klar sagen: Ich respektiere die SEC nicht“, erklärte Musk in einem Interview des Fernsehsenders CBS. Er habe sich aber „aus Respekt vor dem Rechtssystem“ ihren Forderungen gebeugt. Musk und die SEC hatten Ende September eine Einigung im Streit um einen Tweet des Tesla-Chefs erzielt.

          Musk hatte dort Anfang August geschrieben, er fasse einen Rückzug des Elektroautobauers von der Börse ins Auge und die Finanzierung dafür sei „gesichert“, obwohl er keine festen Zusagen präsentieren konnte. An den Aktienmärkten sorgte die unkonventionelle Ankündigung für Unruhe. Die SEC beschuldigte Musk in einer Klage der Irreführung von Anlegern.

          Musk missachtet SEC-Anordnung zu Tweets

          Um die Klage aus der Welt zu schaffen, musste Musk für mindestens drei Jahre den Vorsitz im Verwaltungsrat aufgeben. Im Vergleich zu europäischen Aufsichtsräten hat ein amerikanischer Verwaltungsrat mehr Vollmachten und bestimmt auch die Strategie mit.

          Musk musste in der Folge zudem 20 Millionen Dollar Geldbuße zahlen. Außerdem hatte die Börsenaufsicht gefordert, dass die Kommunikation des umtriebigen Tech-Milliardärs in den sozialen Netzwerken kontrolliert wird. Im Interview mit CBS sagte Musk jedoch, dass niemand seine Tweets vorher lese und erinnerte an das Recht auf freie Meinungsäußerung.

          Auf die Frage, wie Tesla dann wissen könne, dass die Tweets keine Kursbewegungen auslösen werden, reagierte Musk: „Ich denke mal, dann können uns ein paar Fehler passieren. Niemand ist perfekt.“ Der Tesla-Chef hatte der SEC schon vorgeworfen, mit ihrem Handeln Börsenspekulanten, die gegen Tesla wetten, in die Hände zu spielen.

          Musk wollte eigentlich am Montag in Los Angeles einen Testtunnel für den Hyperloop eröffnen. Schon in der vergangenen Woche wurde das Event allerdings auf den 18. Dezember verschoben. Beim Hyperloop rasen Kapseln durch eine Röhre wie in einer Rohrpost von Stadt zu Stadt. In Los Angeles soll so eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern erreicht werden.

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