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Opec-Tagung : Einlenken Irans drückt Ölpreis

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Der Ölhahn wird aufgedreht - die Frage ist, wie weit. Bild: Reuters

Nachdem der Ölpreis am Mittwoch wieder angezogen hatte, gibt er am Donnerstag wieder nach. Die Zeichen vor der entscheidenden Konferenz stehen auf Entspannung.

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          Vor dem Treffen des Ölkartells Opec und anderer wichtiger Förderländer wie Russland („Opec+“) an diesem Freitag, geht es am Ölmarkt in dieser Wiche hin und her.

          War der Ölpreis zunächst deutlich gefallen, so hatte er am Mittwoch wieder zugelegt, weil eine Einigung plötzlich wieder in weitere Ferne gerückt schien. Am Donnerstag ist alles wieder anders.

          Der Iran relativierte seine Drohungen, eine Erhöhung der Fördermenge durch ein Veto zu blockieren. Ölminister Bijan Namdar Sanganeh sagte am Vorabend, er sei hinsichtlich des Ergebnisses des Treffens optimistisch. Die Minister Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate hatten im Vorfeld über bilaterale Treffen einen Kompromiss vorzubereiten versucht und waren deswegen später in Wien eingetroffen als erwartet. Khalid Al-Falih, Saudi-Arabiens Energieminister sagte „selbstverständlich” werde es eine Übereinkunft geben.

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          Auch Ekuadors Ölminister Carlos Perez erwartet einen Beschluss, die Fördermenge um etwa 600.000 Barrel anzuheben. Dies wäre am oberen Rand der zuletzt gehandelten Spanne von 300.000 bis 600.000 Barrel. Die von Russland ins Gespräch gebrachte Anhebung von 1,5 Millionen Barrel hält Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch dagegen für völlig unrealistisch.

          Unter diesen Umständen sinkt der Preis für das Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf aktuell 73,69 Dollar und damit den niedrigsten Stand seit Anfang Mai.

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