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Diamontech : Ein kleiner Börsengang

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Diamontech will die schmerzhafte Blutzuckermessung in die Vergangenheit verbannen. Bild: dpa

Blutzuckermessung ohne Schmerzen will Diamontech möglich machen. Dazu braucht man Geld. Und das will man sich an der Börse holen.

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          Börsengänge mögen in Deutschland rar gesät sein, aber es gibt sie noch - sogar in Frankfurt. Allerdings ist das aktuelle Angebot von bescheidender Größe. Seit Donnerstag stehen 1,5625 Millionen Aktien des Medizintechnikunternehmens Diamontech zur Zeichnung an, zudem eine Mehrzuteilungsoption von noch einmal 234.375 Aktien. Kosten sollen diese 32 bis zu 38 Euro das Stück.

          Daraus ergibt sich ein Emissionsvolumen von im höchsten Fall gerade einmal 68,3 Millionen Euro. Die Marktkapitalisierung würde dann zwischen 216 und rund 255 Millionen Euro bei einem Streubesitz von rund 26,7 Prozent betragen. Gezeichnet werden kann bis zum 26. November, und zwar auch über das Xetra-Tool „Direct Place“ der Frankfurter Börse. Anleger müssen dazu eine Order für den Börsenplatz Frankfurt über ihre Bank oder ihren Broker abgeben, sofern diese an Direct Place angebunden sind. Erster Handelstag im (Prime Standard soll dann der 29. November sein.

          Diamontech entwickelt ein Verfahren zur nicht-invasiven Blutzuckermessung an, die akkurat, schnell und schmerzfrei sein soll. Die Hoffnungen ruhen auf dem laserbasierten Diagnosegerät „D-Pocket“, das bis Ende 2020 auf einigen europäischen Märkten verfügbar sein soll.

          Es handelt sich dabei um eine tragbare Version des laut Diamontech in klinischen Versuchen erfolgreich eingesetzten Geräts „D-Base“, das aber nicht vermarktet werden soll. Die Entwicklung von „D-Pocket“ wurde im Juni begonnen. Dementsprechend hat das Unternehmen noch keine Umsätze und weist für die ersten neuen Monate des laufenden Jahres einen Verlust von 1,5 Millionen Euro aus.

          Die Erlöse aus dem Börsengang sollen in die weitere Produktentwicklung fließen sowie die Aufnahme der Serienproduktion und in Marketing und Vertrieb. Diamontech und die Altaktionäre haben sich auf eine Sperrfrist von 12 Monaten für den Verkauf geeinigt.

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