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Vermögensverwalter : Börsengang von DWS soll bis zu 1,8 Milliarden Euro einbringen

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Die Deutsche Bank will zunächst 40 Millionen Aktien oder 20 Prozent der DWS-Anteile über die Börse an den Markt geben Bild: J.W.Alker /Imagebroker RM/F1onli

1,8 Milliarden Euro will die Deutsche Bank mit dem Verkauf von Anteilen an ihrer Fondsgesellschaft DWS einnehmen. Der japanische Lebensversicherer Nippon Life wird fünf Prozent der Anteile kaufen.

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          Die Deutsche Bank will im Zuge des Börsengangs ihrer Fondsgesellschaft DWS 20 bis zu 25 Prozent der Anteile abgeben und dadurch bis 1,8 Milliarden Euro einsammeln. Das sogenannte Basisangebot besteht aus 40 Millionen Aktien, die Investoren zum Preis von je 30 bis 36 Euro zeichnen können. Bei entsprechend hoher Nachfrage will die Deutsche Bank bis zu zehn Millionen weitere Aktien plazieren.

          Die DWS soll am 23. März ihr Börsendebüt in Frankfurt feiern, eine Woche nach der Siemens-Medizintechniksparte Healthineers, deren Erstnotiz für Freitag (16. März) geplant ist. Die Zeichnungsfrist will die Deutsche Bank im Wertpapierprospekt nennen, dessen Veröffentlichung für Montag erwartet wird.

          Die DWS ist die profitabelste Sparte der Deutschen Bank und lieferte 2017 einen Vorsteuergewinn von 725 Millionen Euro ab. Sie verwaltet 700 Milliarden Euro sowohl von Privatkunden als auch von institutionellen Investoren wie Versicherungen, Staatsfonds und Pensionskassen. Anleger will die DWS mit einer hohen Dividende locken und jährlich 65 bis 75 Prozent des Nettoergebnisses ausschütten. Hauptprofiteur ist die Deutsche Bank, die auch künftig drei Viertel an der DWS behalten will. Der Erlös kommt ihr vollständig zugute, da die DWS keine neuen Aktien ausgibt.

          In der Preisspanne wird die DWS mit sechs bis 7,2 Milliarden Euro bewertet. Analysten hatten ihren Börsenwert zuvor auf sechs bis acht Milliarden Euro veranschlagt.

          Einigen Anlegern ist ein Dorn im Auge, dass die Deutsche Bank auch künftig die Kontrolle bei ihrer Vermögensverwaltungstochter behält. Mit der Umwandlung der DWS in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) sichert sich die Deutsche Bank dauerhaft Einfluss - auch dann, wenn ihr Anteil sinkt. Zudem befürchten manche Investoren, dass das Geldhaus im Falle plötzlichen Kapitalbedarfs weitere DWS-Aktien auf den Markt werfen könnte und ihre Anteile verwässert würden. Um ihre Kapitaldecke aufzupolstern, hat die Deutsche Bank in den vergangenen Jahren mehrere milliardenschwere Kapitalerhöhungen gemacht.

          Der größte japanische Lebensversicherer Nippon Life wird als Ankeraktionär zum Plazierungspreis fünf Prozent an der DWS erwerben und im Zuge dessen zum strategischen Partner. “Wir freuen uns sehr, dass wir Nippon Life als Ankerinvestor gewonnen haben“, sagte DWS-Chef Nicolas Moreau. „Unsere strategische Partnerschaft steht im Einklang mit unserem Wachstumsfokus in der asiatischen Region und setzt Impulse für weiteres Wachstum.“

          Sie sehe unter anderem vor, dass zusätzliches verwaltetes Vermögen in die DWS eingebracht werde. Daneben umfasse die Partnerschaft Vertriebsmöglichkeiten und gemeinsame Produktentwicklungen. Die Partnerschaft sei zunächst auf fünf Jahre ausgelegt. Ein Vertreter von Nippon Life werde Mitglied des Aufsichtsrats der DWS.

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