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Trump als Gegenspieler : Die Opec kann keinen höheren Ölpreis durchsetzen

Donald Trump hier im Oktober in Maryland bei Air Force One. Bild: AFP

Die Ölländer wollen weniger fördern, um den Preis hochzutreiben. Donald Trump twittert mal wieder dagegen an. Und der Ölpreis sinkt tatsächlich. Wie kann das sein?

          3 Min.

          Während in Deutschland Benzin außergewöhnlich teuer ist, sinkt der Preis für Rohöl immer weiter. Dabei hatten sich die Ölländer auf einem Treffen in Abu Dhabi am Wochenende viel Mühe gegeben, den Rohölpreis hochzutreiben. Das Ganze war aufwendig inszeniert. Zuerst ließ Saudi-Arabien durchblicken, das Land wolle seine Ölförderung um 500.000 Barrel (Fass zu 159 Liter) am Tag senken. Andere Ölstaaten wie Oman raunten, auf dem nächsten Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihrer Verbündeten wie Russland im Dezember werde über eine größere Förderkürzung aller Staaten entschieden. Eine „gute Zahl“, so hieß es, wäre dabei eine glatte Million Barrel je Tag weniger.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch erfolgreich waren sie offenkundig nicht mit dem Hochreden des Ölpreises. Ganz kurz stieg der Preis am Montagmorgen etwas, dann rauschte er weiter abwärts. Am Dienstag fiel der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bis auf 64,61 Dollar, ein Minus gegenüber dem Vortag von mehr als 6 Prozent. Noch Anfang Oktober hatte Öl knapp 86 Dollar gekostet. Rund 20 Prozent Preisrückgang in gut einem Monat also – das ist selbst für den häufig stark schwankenden Ölpreis nicht alltäglich. Indes erholte sich der Preis am Mittwoch wieder bis auf aktuell knapp 66 Dollar.

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