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Diesel-Urteil : Kurse der Autoaktien geben nach

  • Aktualisiert am

10,7 Millionen Fahrzeuge hat VW im vergangenen Jahr verkauft. Bild: dpa

Der Ausblick auf kostspielige Nachrüstungen von Diesel-Fahrzeugen nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu möglichen Fahrverboten belastet am Dienstag die Kurse der Autoaktien.

          Die Kurse der deutschen Automobilaktien sind am Dienstagmittag nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten in deutschen Großstädten unter Druck geraten. Volkswagen, dessen Schummeleien bei Diesel-Motoren Auslöser der Dieselkrise waren, verlieren 2,3 Prozent auf 163 Euro. BMW geben 1 Prozent, Daimler 0,6 Prozent nach. Auch die Kurse der Automobilzulieferer geben nach. Rheinmetall verlieren 1,8, Elring-Klinger 1,6, Continental 1,6 und Leoni noch 0,4 Prozent.

          "Ein für die Anleger überraschendes Votum ist die Entscheidung aber nicht", sagte ein Händler. Daher halte sich der Druck auf die Papiere bislang auch in Grenzen.

          F.A.Z. AUTO UND ZULIEFERINDUS.

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          Das Bundesverwaltungsgericht hält Diesel-Fahrverbote in Städten nach geltendem Recht für grundsätzlich zulässig. Die beklagten Städte Düsseldorf und Stuttgart müssten aber ihre Luftreinhaltepläne auf Verhältnismäßigkeit prüfen, urteilte das Gericht. Letztlich könnte Diesel-Fahrzeugen die Einfahrt in 70 deutsche Städte verwehrt werden, in denen die von der EU gesetzten Grenzwerte regelmäßig überschritten werden.

          Einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundesverkehrsministeriums würde eine Nachrüstung von fast sechs Millionen Diesel-Fahrzeugen mit sogenannten SCR-Katalysatoren bis zu zehn Milliarden Euro kosten. Bisher lehnt die Autoindustrie den Umbau entschieden ab.

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