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Chancen 2018 : Aktien für konservative Anleger

  • -Aktualisiert am

Produktion von Schneider Electric in Indien Bild: Reuters

Ein Aktienkorb mit ausgesuchten Titeln aus dem Euro Stoxx 50 ist gut in das Jahr gestartet. Diese Aktien bieten nicht nur eine gute Dividendenrendite.

          4 Min.

          Im Euroraum gibt es im Jahr 2018 nur sehr eingeschränkte Chancen im Anleihebereich. Als Konsequenz bleibt ein Aktieninvestment in Titel aus dem Euro Stoxx 50, die eine Kombination aus attraktiver technischer Lage und guter Dividendenrendite bieten, interessant. Diese Aspekte sind in der „Konservativen Strategie 2018 – Aktien sind die besseren (Staats-)Anleihen“ umgesetzt.

          Insgesamt wurde diesmal eine vorsichtige technische Haltung gegenüber Sektoren (zum Beispiel Versorgern) sowie Einzeltiteln eingenommen, die im Umfeld steigender Anleiherenditen eine unterdurchschnittliche Kursentwicklung aufwiesen. Der aufgebaute, gleichgewichtete Aktienkorb (bestehend aus Axa, BMW, Daimler, Deutsche Telekom, Eni, ING und Schneider Electric) ist direkt mit einer Outperformance gegenüber dem Euro Stoxx 50 und den Anleiheindizes in das Jahr gestartet. Die im Korb enthaltenen Titel weisen im Durchschnitt eine erwartete (Brutto-)Jahresdividendenrendite von 4,2 Prozent auf.

          Deutsche Telekom

          Die Aktie der Deutschen Telekom hatte im Jahr 2013 – ausgehend vom Startniveau von 8,00 Euro – eine Aufwärtsbewegung etabliert, die den Titel bis zum April 2015 auf ein Kursniveau um 17,60 Euro geführt hat. Danach wurde die Aktie von der einsetzenden Gesamtschwäche erfasst. Zunächst drückte die Entwicklung den Kurs aber in eine Seitwärtspendelbewegung mit der gestaffelten Widerstandszone von 17,60 bis 18,10 Euro. Ab dem Jahreswechsel 2015/16 etablierte die Telekom-Aktie eine gestaffelte Unterstützungszone im Bereich von 13,40 bis 14,00 Euro. Seit dem Jahreswechsel 2016/17 hat dieser Titel insgesamt wieder eine relativ Schwäche gegenüber den Standardwerteindizes und war aus dem Aufwärtstrend (bestand seit dem Jahr 2013) zur Seite herausgelaufen.

          In den letzten Wochen ist die Aktie dann abgebröckelt, in Richtung der dreijährigen Unterstützungszone. Aus technischer Sicht besteht eine sehr gute Chance, dass diese verteidigt wird, so dass die Telekom einen antizyklischen Kauf darstellt. Das technische Kurspotential sollte in einem ersten Schritt im Zurücklaufen in die Mitte der dreijährigen Seitwärtspendelbewegung im Bereich um 16,00 Euro liegen. Die Telekom hat eine erwartete (Brutto-)Jahresdividendenrendite für das laufende Jahr von ungefähr 4,9 Prozent. Hinzu kommt, dass das Unternehmen zuletzt weiter steigende Dividenden für die kommenden Jahre in Aussicht gestellt hat. Aufgrund dieser Gesamtsituation stellt die Aktie der Telekom – nach Jahren der Gesamtmarkthausse – eine sehr defensive technische Komponente im konservativen Aktienkorb dar.

          ING

          Die niederländische Bank ING befindet sich seit März 2009 in einer Hausse-Bewegung, wobei bisher die vorherige, sehr ausgeprägte Baisse-Bewegung (von Oktober 2006 bis März 2009; Kursrückgang von 27,80 auf 1,76 Euro) nur zum Teil aufgearbeitet wurde. Speziell seit dem Jahreswechsel 2011/12 hat die Hausse-Bewegung eine „normale“ technische Struktur angenommen, die aus einem Wechselspiel von Investment-Kaufsignalen, mittelfristigen Aufwärtstrends und mittelfristigen Konsolidierungen/Korrekturen besteht. Der seit dem Jahr 2012 vorliegende zentrale Hausse-Trend liegt aktuell erst bei 10,50 Euro.

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