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Ölpreis ohne klare Richtung : Opec-Verhandlungen stecken fest

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Bisher hat sich die Opec zu keiner Einigung für eine Förderkürzung durchringen können. Bild: AFP

Auch am zweiten Verhandlungstag hat sich das Ölkartell Opec bisher nicht zu einer Förderkürzung durchringen können. Saudi-Arabien sieht eine Einigung skeptisch.

          Vor dem Abschluss der Opec-Beratungen über eine Drosselung der Ölfördermengen hat sich Saudi-Arabien pessimistisch gezeigt. Er sei nicht zuversichtlich, dass bei den auch mit Partnerstaaten geführten Gesprächen eine Vereinbarung erzielt werde, sagte Energieminister Chalid al-Falih am Rande des Treffens der Organisation Erdöl exportierender Staaten in Wien.

          Die Opec-Länder ringen um eine Produktionskürzung, um den Ölpreis nach dem jüngsten Einbruch wieder zu stabilisieren. Dabei kommt es auch auf eine Beteiligung anderer führender Ölstaaten an, allen voran Russlands. Die Führung in Moskau signalisierte Regierungskreisen zufolge ihre Bereitschaft für eine größere Kürzung. Größtes Hindernis für eine Einigung sei der Iran. Die Islamische Republik verlangt laut Opec-Kreisen eine Ausnahmeregelung wegen der amerikanischen Sanktionen im Atomkonflikt.

          Der Ölpreis ist seit Oktober um fast ein Drittel eingebrochen, was vor allem an einem Überangebot liegt. Die Fördermenge der weltgrößten Produzenten - Opec, Russland und der Vereinigten Staaten - ist seit Ende 2017 um 3,3 auf 56,38 Millionen Barrel pro Tag gestiegen. Dazu trugen auch steigende Fördermengen in Amerika bei dank des dortigen Boom der Fracking-Technik, mit der sich Öl aus Gesteinsschichten pressen lässt. Aber auch Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft setzten dem Ölpreis zu.

          Nach Beginn des zweitägigen Treffens war am Donnerstag in Verhandlungskreisen noch von einer grundsätzlichen Einigung gesprochen worden. Allerdings müssten sich die Staaten noch über den Umfang der Drosselung verständigen, hieß es. Dazu werde der Beitrag von Russland abgewartet. Doch nun sagten zwei mit der Situation vertraute Personen, es sei der Iran, der mit neuen Sanktionen der Vereinigten Staaten zu kämpfen hat, der eine finale Vereinbarung aufhalte. „Der Iran wird auf einer Ausnahme bestehen bis die Sanktionen aufgehoben sind“, sagte eine der Personen.

          Einem weiteren Insider zufolge wünscht der Iran, dass es in einem Opec-Communique ausdrücklich von den Kürzungen ausgenommmen werde. Aus Kreisen des russischen Energieministeriums verlautete dagegen, Moskau sei zu einer Kürzung von 200.000 Barrel pro Tag bereit.

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          Präsident Donald Trump übt Druck auf Saudi-Arabien aus, von Förderkürzungen Abstand zu nehmen, um die Weltwirtschaft nicht zu belasten. Vor Beginn des Opec-Treffens war es in Wien zu einem Treffen des Iran-Beauftragten von Amerika, Brian Hook, mit al-Falih gekommen. Bei einer Drosselung der Opec-Förderung würde dies dem Iran nutzen, der dann von einem höheren Ölpreis profitieren würde

          Die Ölpreise haben derweil am Freitag ihre Talfahrt vom Vortag nicht fortgesetzt. Nachdem die Preise im frühen Handel noch gefallen waren, zeigten sie im Mittagshandel keine klare Richtung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Freitagmittag 60,33 Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel hingegen geringfügig um sechs Cent auf 51,43 Dollar.

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