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Auf Änderungen einstellen : Deutschlands größter Fondsanbieter soll schlanker werden

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DWS-Chef Asoka Wöhrmann will den Vermögensverwalter schlanker aufstellen. Bild: Wolfgang Eilmes

DWS-Chef Wöhrmann will den Vermögensverwalter umkrempeln und Strukturen aufbrechen. In einem Interview warnt er zudem vor einem „Lehman Brothers der europäischen Politik“.

          Ende Oktober 2018 hat Asoka Wöhrmann den Chefposten der Fondsgesellschaft DWS übernommen, nachdem die Unzufriedenheit der Kunden unter seinem Vorgänger Nicolas Moreau dazu geführt hatte, dass Kundengelder in Milliardenhöhe vom Vermögensverwalter abgezogen wurden. Aber auch in seinem ersten Quartal als DWS-Chef musste Wöhrmann mit ansehen, wie Kunden ihre Gelder bei der Deutschen-Bank-Tochter mitnahmen.

          Nun will Asoka Wöhrmann die DWS schlanker aufstellen. „Im Moment gibt es noch einige Überschneidungen und Doppelarbeiten in den Geschäftsbereichen bei Produkten, Standorten, aber auch in der Führungsstruktur“, sagte er in einem Interview mit dem „Handelsblatt.“ Dabei deutete er an, die Zahl der Führungskräfte zu reduzieren: „Die Treppe wird von oben gefegt“, so Wöhrmann weiter, die DWS müsse „wenn nötig, festgefahrene Strukturen aufbrechen“. Auch der Vertrieb der DWS müsse sich auf Änderungen einstellen. „Einen globalen Vertriebsapparat können Sie nicht einfach zentral aus Frankfurt oder London steuern“, sagte Wöhrmann. Die Länderchefs sollten mehr Verantwortung erhalten.

          Große Sorgen bereitet dem DWS-Chef derzeit der Brexit. „Ein unkontrollierter Ausstieg der Briten aus der EU wäre das Lehman Brothers der europäischen Politik, das die Realwirtschaft und in der Folge die Finanzmärkte nachhaltig belasten würde“, warnte Wöhrmann in dem Interview. Die Gefahr, dass es zu so einem Szenario kommt, taxiere er mittlerweile auf 50 Prozent, die DWS sei aber auf alles vorbereitet, so der Vorstandschef.

          DWS GROUP GMBH+CO.KGAA ON

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          Aktionäre des größten deutschen Fondsanbieters für private Anleger, der aktuell über 650 Milliarden Euro Vermögen verwaltet, dürften bei den Worten Wöhrmanns genauer hinhören. Denn seit dem Börsendebüt 2018 haben die Anteilsscheine rund ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Zudem gehen die Gewinne zurück.

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