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Preise deutlich überteuert : Die große Angst vor der Immobilienblase

Reihenhäuser in einem niedersächsischen Neubaugebiet: Fängt bei solchen Bauten die Immobilienblase an? Bild: dpa

Die Immobilienpreise in Deutschland sind stark gestiegen. Fast täglich warnen im Augenblick Fachleute vor einer Überhitzung. Was ist davon zu halten?

          4 Min.

          Es kommt gerade Schlag auf Schlag. Fast täglich werden neue Berichte und Analysen veröffentlicht, die vor einer Immobilienblase in Deutschland warnen. Die Schweizer Großbank UBS beispielsweise hat gerade ihren jährlichen Bericht über Immobilienblasen in aller Welt veröffentlicht. Während für viele Städte, darunter etwa London, eher etwas Entwarnung gegeben wird, werden zwei deutsche Städte als sehr „blasengefährdet“ bezeichnet. Allen voran München, das jetzt den ersten Platz im Welt-Blasen-Ranking der Bank belegt, nachdem es im vergangenen Jahr noch auf Platz zwei hinter Hongkong lag. Aber auch Frankfurt, das im vergangenen Jahr auf Platz zehn lag und jetzt auf Platz fünf vorgerückt ist.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Befund kommt nur kurze Zeit nachdem das European Systemic Risk Board (ESRB), ein Gremium unter dem Vorsitz von Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), eine Warnung für Deutschland ausgesprochen hatte: „Die meisten Preisindikatoren für Wohnimmobilien deuten darauf hin, dass die Häuserpreise in Deutschland zu hoch sind. Wie schon 2016 und 2017 deuten auch Schätzungen für 2018 darauf hin, dass die Preise in städtischen Gebieten deutlich überteuert sind“, schreibt das Gremium in seinem jährlichen Bericht. Inzwischen zeigten sich auch Preisanstiege in ländlichen Gebieten. Auf der anderen Seite sei der Anstieg des Kreditvolumens weiterhin moderat.

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