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Deutscher Aktienmarkt : Dax 4 Prozent im Minus

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Der Handelssaal der Frankfurter Börse Bild: Reuters

Die Furcht vor weiteren Restriktionen wegen der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen schlägt Aktien-Anleger in die Flucht. Der Dax fällt um 4 Prozent.

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          Die sich verschärfende Corona-Krise mit rasant steigenden Infektionszahlen und einem drohenden „Lockdown“ in Deutschland drücken die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch kräftig nach unten. Der mit 100 Werten den Markt breit abbildende F.A.Z.-Index verlor zuletzt 3,7 Prozent auf 2052 Punkte. Der Standardwerteindex Dax gab knapp 4 Prozent auf 11.568 Punkte nach und rutschte damit erstmals seit Juni wieder unter die Marke von 12.000 Zählern.

          Vor dem Corona-Krisengipfel von Bund und Ländern im Laufe des Tages wurden zum Teil radikale Maßnahmen erwartet. „Die Angst vor einem zweiten Lockdown geht auf dem Frankfurter Börsenparkett umher“, sagte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG.

          Angesichts rasant steigender Infektionszahlen in ganz Europa nähmen die Risiken für den Wirtschaftsausblick zu, hieß es von der Commerzbank. An diesem Mittwoch beraten hierzulande Bund und Länder über das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Pandemie. Eine weitere Verschärfung der Beschränkungen zeichnet sich ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel will etwa Restaurants für einen Monat schließen.

          F.A.Z.-Index

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          Nur eine Handvoll von Werten weist Kursgewinne auf, allen voran der Essenslieferdienst Delivery Hero mit einem Aufschlag von 3,7 Prozent. Nach einem unerwartet hohen Gewinn handelt die Aktie der Deutschen Bank kaum verändert, zunächst hatte auch deren Kurs um mehr als 4 Prozent nachgegeben.

          Das Münchner IT-Beratungshaus Cancom rechnet trotz eines höheren Umsatzes mit mit einem niedrigeren operativen Ergebnis. Bisher hatte das Unternehmen mit einer moderaten Steigerung gerechnet. Der Kurs gibt um 13 Prozent nach.

          CANCOM SE O.N.

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          Die Aktienkurs des vermutlich von neuen Bekämpfungsmaßnahmen stark betroffenen Konzerveranstalters CTS Eventim sinkt um 8 Prozent, ebenso der des Karrierenetzwerks New Work.

          Der Großküchenausrüster Rational hat nach neun Monaten nur drei Viertel des Vorjahresumsatzes erzielt. Der übliche Umsatzanstieg im vierten Quartal sei 2020 nicht zu erwarten. Budgets seien vielfach eingefroren, dazu komme die Unsicherheit in der Gastronomie wegen der Corona-Krise. Eine seriöse Prognose sei nicht möglich. Der Rational-Kurs fällt um fast 4 Prozent.

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