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Gefragte Nebenwerte : Aktienbörsen machen Boden gut

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Die Börse in Frankfurt Bild: Reuters

Die deutsche Aktienbörse hat am Dienstag an den freundlichen Wochenstart angeknüpft. Vor allem Nebenwerte sind bei den Anlegern gefragt.

          Nach den deutlichen Kursverlusten in der ersten Monatshälfte hat die zweite an der Aktienbörse gut begonnen. Zwar liegt der Standardwerteindex Dax nur rund 1,2 Prozent im Plus bei knapp über 11.700 Zählern. Jedoch haussieren sowohl der Index der mittleren Werte, der M-Dax als auch der Technologieindex Tec-Dax mit Zuschlägen von 2,7 und 3,2 Prozent. Das macht sich auch im marktbreiten F.A.Z.-Index bemerkbar, der 1,5 Prozent auf 2276 Punkte zulegt und dadurch sich weiter vom Dax entfernt als üblich.

          Auch die Wall Street dürfte nach Verlusten am Montag im Plus starten. Dennoch schwelen  die chronischen Belastungsfaktoren wie der Brexit und der italienische Staatshaushalt in Italien sowie der Streit zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi Arabien hinsichtlich des Journalisten Dschamal Chaschoggi weiter.

          Der Zollstreit sowie die schleppenden Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens sind auch nach einer Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) „Stimmungskiller“ für die Börsianer. Der ZEW-Index rutschte im Oktober weit stärker als von Experten erwartet ab.

          F.A.Z.-Index

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          Von der angelaufenen Berichtssaison in Amerika erwarten viele Analysten aber überwiegend solide Geschäftsergebnisse. Am Dienstag lagen Licht und Schatten eng beieinander: Die Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs verdienten gut. Walmart hingegen senkte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr, was den Aktienkurs des Einzelhandelsriesen im vorbörslichen Geschäft belastete.

          Derweil machte die italienische Regierung den Anlegern in Mailand Kauflaune. Sie verabschiedete den Haushaltsentwurf am Montagabend kurz vor Ablauf der Frist. Italien - wie auch die 18 anderen Euro-Länder - mussten bis heute ihre Haushaltsentwürfe für 2019 bei der EU-Kommission einreichen. Zwar reagierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker kritisch auf den Plan, der eine höhere Neuverschuldung vorsieht. Doch waren die Anleger erleichtert, dass der als gemäßigt geltende Finanzminister Giovanni Tria hinter dem Etat stand. Aktien- und Anleihe-Kurse zogen an.

          KION GROUP AG

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          Eine Kaufempfehlung lässt den Aktienkurs des Gabelstaplerherstellers Kion um fast zehn Prozent steigen. Nachrichtenlos legen Drillisch und Norma Group um mehr als 7 beziehungsweise 6 Prozent zu. Sartorius, wo am Montag Geschäftsergebnisse vorgelegt wurden, kann ein Plus von mehr als 5 Prozent verzeichnen. Häufig handelt es sich dabei um technische Erholungen von Kursrückgängen, die als zu stark eingestuft werden wie etwa beim Automatisierungsspezialisten Isra Vision, dessen Kurs um fast zehn Prozent steigt.

          3 Prozent im Plus liegen VW. Gegen die Tochter Audi wird wegen Verletzungen der Aufsichtspflicht rund um den Dieselskandal zwar eine Geldbuße von 800 Millionen Euro verhängt. Doch waren die Anleger erleichtert, dass VW dies nicht weiter kommentierte. „Offenbar hat es keinen Einfluss auf das Ergebnis“, sagte ein Händler.

          TALANX AG NA O.N.

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          Auf der negativen Seite steht zunächst der Versicherer Talanx. Dessen Kurs fällt zwischenzeitlich um knapp 5 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren, um später auf ein knappes Plus von 0,3 Prozent zu kommen. Der Versicherungskonzern hat seine Ergebnisprognose gesenkt. Wacker Chemie stehen mit einem Minus von 4,5 Prozent unter Druck, nachdem die Experten von JP Morgan der Aktie ein negatives Votum ausgesprochen haben. Ähnliches gilt für Drägerwerk, die 2,4 Prozent verlieren.

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