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Ökonomen begründen : Der geheimnisvolle Rückgang des Targetsaldos

Benoît Curé, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank, hat seine eigene Theorie zum Rückgang des deutschen Targetsaldos. Bild: dpa

Deutschlands Saldo aus dem Target-2-System war lange Gegenstand heftiger Debatten. Nun geht er zurück. Was sind die Gründe?

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          Wenn man ein Beispiel braucht, wie es auch sehr komplizierte ökonomische Fragestellungen bisweilen zu einem Aufregerthema in der Öffentlichkeit bringen können, dann ist die Deutung der Target-2-Salden sicherlich ein Kandidat. Seit der frühere Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, mit seinem Buch „Die Target-Falle“ im Jahr 2012 das Thema einer breiten Öffentlichkeit nahebrachte, ist die Debatte um die sich auftürmenden Verrechnungssalden zwischen den Notenbanken der Euroländer nicht mehr abgerissen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ dokumentierte in einer losen Serie Beiträge unterschiedlicher Ökonomen zu diesem Thema. Diese wurden sich aber hinsichtlich der Bedeutung und vor allem der Gefährlichkeit der Salden nicht einig. Die Bundesbank zog sich in der Debatte meistens auf die Position zurück, man könne nur für den Fall von Risiken sprechen, dass ein Land den Euro verlasse oder der ganze Euroraum zerfalle.

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