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Edelmetalle : Der Goldpreis touchiert die Marke von 1300 Dollar

Gold gilt vielen noch immer als sicherer Hafen. Bild: Reuters

Das gelbe Edelmetall wird wieder beliebter - die schlechte Lage an den Märkten spielt ihm in die Karten. Das Wertpapier Xetra-Gold erreicht im Vorjahr zeitweise einen Rekordbestand an Gold.

          Gold hat im vergangenen Jahr zu den eher enttäuschenden Anlagen gehört. Zwar blieb Investoren ein Verlust erspart, doch in der Jahresbilanz ergab sich ein Plus von nur 3 Prozent. Seit August war das Edelmetall wieder teurer geworden. Am Freitag kostete die Feinunze (31,1 Gramm) im Terminhandel erstmals seit Juni 2018 wieder mehr als 1300 Dollar. Am Kassamarkt blieb der Spot-Preis für Gold dagegen knapp unter dieser runden Marke.

          Kerstin Papon

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          „Die Kursturbulenzen an den Aktienmärkten haben das Edelmetall für Anleger wieder attraktiver gemacht“, sagt Steffen Orben, Geschäftsführer von Deutsche Börse Commodities, Emittentin von Xetra Gold. Dies schlägt sich auch in den jüngsten Zahlen zum Goldbestand der börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung nieder. Denn Xetra-Gold ist ein mit physischem Gold hinterlegtes Wertpapier. Der Bestand erhöht sich immer dann, wenn Anleger Xetra-Gold-Anteile über die Börse kaufen. Für jeden Anteilschein wird genau ein Gramm Gold hinterlegt.

          Zum Jahresende lagerten im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt 181,47 Tonnen Gold. Das sind 7 Tonnen mehr als noch vor einem Jahr und nach Angaben der Deutschen Börse ein neuer Höchstwert zu diesem Zeitpunkt. Das verwaltete Vermögen von Xetra-Gold beläuft sich damit derzeit auf 6,6 Milliarden Euro. Ein Rekordwert an gelagertem Gold sei am 19. Juni vergangenen Jahres mit 183,5 Tonnen erreicht worden, heißt es von der Deutschen Börse. Im Oktober hingegen sei der Bestand zeitweise bis auf 177,2 Tonnen gefallen.

          Gold

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          Gold werde zunehmend als eigene Anlageklasse gesehen, sagt Orben. Dies gelte für Vermögensverwalter, Family Offices und auch Privatanleger. Ein Wertpapier wie Xetra-Gold sei dabei gerade auch aus Sicht institutioneller Investoren interessant, da diese nicht direkt in physisches Gold investieren dürften. Im vergangenen Jahr habe der größte einzelne Verkauf 2,5 Tonnen Gold umfasst, sagt ein Sprecher der Deutschen Börse. Dies entspricht zu aktuellen Preisen einem Gegenwert von rund 91 Millionen Euro. Die größte Transaktion insgesamt erfolgte vor zwei Jahren mit 5,5 Tonnen Gold.

          Anleger haben hier Anspruch auf die Auslieferung des verbrieften physischen Goldes. Seit der Einführung von Xetra-Gold im Jahr 2007 haben sie davon mehr als 1000 Mal Gebrauch gemacht. Geliefert wurden 4,95 Tonnen des Edelmetalls.
          Noch enttäuschender als Gold war im Vorjahr Silber. Der Preis für dieses Metall ist im vergangenen Jahr um 4 Prozent gesunken. Palladium hingegen ist um 24 Prozent teurer geworden.

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