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Außerbörslicher Börsenhandel : Der dunkle Markt

Frankfurts Türme im Nebel: Beim außerbörslichen Handel gibt es Fragen zur Transparenz. Bild: Wonge Bergmann

Ein immer größeres Handelsvolumen wird außerbörslich abgewickelt. Den sogenannten Market Makers kommt dabei große Bedeutung zu: Sie lieben das Spiel mit dem Risiko.

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          Wer den Duft von Börsennostalgie schnuppern will, kann auf Youtube nach Videos vom früheren Parketthandel suchen. Während sich damals zettelwedelnde Broker gegenseitig anbrüllten, läuft der Handel heute in völliger Stille ab. Nervöse, schwitzende oder jubelnde Händler sind intelligenten Prozessen im Hintergrund gewichen, die automatisiert ablaufen: von der Eingabe einer Kauforder am Smartphone bis zum Zeitpunkt, an dem man Besitzer des Wertpapiers wird. Und noch etwas hat sich verändert: Ein immer größerer Teil des Handels findet nicht mehr über die traditionellen regulierten Börsen statt, sondern außerbörslich – aber mit welchen Auswirkungen auf den Markt und seine Anleger?

          Antonia Mannweiler
          Redakteurin in der Wirtschaft.
          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das Pandemie-Jahr 2020 war zunächst für den globalen Börsenhandel ein Rekordjahr. Im Vergleich zu 2019 stieg die Anzahl der Handelsaufträge laut den Daten der World Federation of Exchanges (WFE) um mehr als die Hälfte auf über 38 Milliarden im Wert von rund 138 Billionen Dollar. Am größten Aktienmarkt der Welt, den USA, machte aber mit 47 Prozent des Volumens der außerbörsliche Handel (OTC-Handel) fast die Hälfte der Transaktionen aus. Vor rund zehn Jahren waren es nach Schätzungen nur rund 16 Prozent, 2018 lag der Anteil schon bei 35 Prozent.

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