https://www.faz.net/-gv6-9qtec

Steigende Bestellungen : Delivery Hero wird optimistischer

  • Aktualisiert am

Das Logo von Delivery Hero hängt in der Zentrale in Berlin Bild: dpa

Der Essenslieferdienst hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Umsatzsprung verzeichnet. Der Ausblick auf das Gesamtjahr kommt bei Anlegern gut an.

          2 Min.

          Der Berliner Essenslieferant Delivery Hero wird aufgrund steigender Bestellungen und neuer Kunden etwas zuversichtlicher für das Gesamtjahr. „Die Initiativen zur Verbesserung unseres Serviceangebots und unserer Eigenliefererfahrung sorgen für ein starkes Umsatzwachstum im dritten Quartal und wir erwarten, dass sich dieser Trend bis zum Jahresende fortsetzen wird“, sagte Delivery-Hero-Chef Niklas Östberg am Mittwoch laut Mitteilung.

          Der Umsatz soll demnach nun im gesamten Jahr das obere Ende der angepeilten Spanne von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro erreichen. Im ersten Halbjahr verdoppelte Delivery Hero den Umsatz im Jahresvergleich auf 581,8 Millionen Euro. Dabei rechnet der Konzern etwa den Verkauf des Geschäfts mit der Marke Foodora in Australien und Europa heraus.

          Hinzu kamen die jüngsten Zukäufe wie etwa Zomato in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Zahl der Bestellungen legte um mehr als die Hälfte auf 268,8 Millionen zu. Den größten Anteil machte dabei die Region Naher Osten und Nordafrika (MENA) aus.

          Neukundengewinnung kostet viel

          Das Unternehmen steckt allerdings weiterhin viel Geld in die Neukundengewinnung. So weitete sich der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 25 Millionen Euro im Vorjahr deutlich auf 171,1 Millionen Euro aus. Das Jahresziel eines negativen Ebitda von 370 bis 420 Millionen Euro wurde nun vom Unternehmen bestätigt

          .Das Geschäft in Europa soll derweil in der zweiten Jahreshälfte 2019 weiterhin die Gewinnschwelle erreichen. Für die Region Region Naher Osten und Nordafrika peilt das Unternehmen mit weltweit mehr als 22 000 Mitarbeitern einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 70 Millionen Euro an.

          Am Aktienmarkt wurde die neue Umsatzeinschätzung positiv aufgenommen. Der Aktienkurs zog bereits im frühen Handel um 6,40 Prozent auf 48,38 Euro an. Das war der höchste Stand seit etwas mehr als einem Jahr. Am Mittag kann die Aktie immer noch ein Kursplus von 4 Prozent aufweisen. Seit Anfang des Jahres konnten Anleger mit der im M-Dax gelisteten Aktie bisher ein Kursplus von fast 50 Prozent machen:

          DELIVERY HERO SE NA O.N.

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Nachdem die Aktie von Delivery Hero Ende April die 200-Tage-Linie zurückerobert hatte und damit in den übergeordneten Aufwärtstrend zurückwechselte, kletterten die Notierungen bis Mitte Mai auf ein 7-Monats-Hoch bei rund 43 Euro. Es folgte dann ein zweimonatiger Seitwärtslauf und eine weitere Aufholbewegung ab Ende Juli. Dabei ging es für den Kurs bis zum heutigen Mittwoch in den Bereich der 47-Euro-Marke nach oben. Die nächsten Kursziele sind damit aus Sicht der Charttechnik jetzt das August-Hoch aus 2018 bei knapp 50 Euro und das Allzeithoch bei 51,85 Euro. Darüber wäre der Weg charttechnisch nach oben frei.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Laschet und Merkel in Stralsund am Dienstagabend

          Merkel und Laschet : In den Fußstapfen der Kanzlerin

          In Stralsund macht Angela Merkel Wahlkampf mit Parteifreunden. Der eine will ihren Platz im Wahlkreis einnehmen – der andere jenen im Kanzleramt.
          Idar-Oberstein: Blumen und Kerzen sind vor der Tankstelle aufgestellt, in der ein Angestellter erschossen wurde.

          Idar-Oberstein : Allgegenwärtige Enthemmung

          Aus den widerlichen Reaktionen im Netz ist nicht auf das Tatmotiv in Idar-Oberstein zu schließen. Man muss aber nicht nach Idar-Oberstein schauen, um zu wissen, dass jeder „Extremismus“ in Bestialität enden kann.
          Der französische Präsident Emmanuel Macron am 7. September in Paris

          U-Boot-Streit mit Amerika : Warum Frankreich den Eklat herbeiführte

          Im U-Boot-Streit mit Amerika, Großbritannien und Australien hat Paris seine Botschafter aus Washington und Canberra zurückberufen. Im Gespräch mit der F.A.Z. erklären beide die Hintergründe und, wie sich die NATO aus ihrer Sicht ändern muss.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.