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Aktienmarkt : Dax steigt auf Rekordhoch

  • Aktualisiert am

Kurse im Blick: Anzeigetafel im Frankfurter Börsensaal Bild: Reuters

Am Dienstagmorgen ist der Dax wieder auf ein Rekordhoch gestiegen. Er folgt damit dem Terminhandel auf die Wall Street.

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          Nach dem verhaltenen Wochenauftakt hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag gut behauptet eröffnet. Der Dax stieg zu Handelsbeginn auf ein Rekordhoch von bis zu 15.538,0098 Punkten und notierte zuletzt 0,6 Prozent höher bei 15.585 Punkten.

          Der mit 100 Werten den deutschen Aktienmarkt in seiner Breite abbildende F.A.Z.-Index legt 0,7 Prozent auf 2675 Punkte zu und notiert damit immer noch mehr als 1 Prozent unter seinem Rekordstand von 2713,98 Punkten von Mitte April. Auch der mit internationalen Indizes im Unterschied zum Dax vergleichbare Dax-Kursindex legt 0,6 Prozent auf 1386,4 Zähler zu und hat damit ebenfalls sein Rekordhoch von Mitte April bei 1389,96 Punkten noch nicht erreicht.

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          „Zinsen und Inflation bleiben das Thema der Stunde an der Börse. Aktuell haben die höheren Zinsen jedoch etwas von ihrem Schrecken eingebüßt“, schrieb Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Anleger legten es gegenwärtig bereits positiv aus, wenn die Zinsen nicht weiter stiegen.

          Der deutsche Aktienmarkt folgt vornehmlich wohl einmal mehr den Terminkontrakten auf den amerikanischen Aktienmarkt, die gleichfalls eine gut behauptete Eröffnung erwarten lassen. Es bleibt abzuwarten, ob das Plus hält. Auch am Vortag war der Dax anfänglich bis auf 15.481 Punkte gestiegen, hatte dann aber nur knapp behauptet unter 15.400 Zählern geschlossen.

          In dieser Woche werden die Schnellschätzungen der Markit-Einkaufsmanagerindizes für die USA, einige Euro-Staaten und die Eurozone insgesamt besondere Beachtung finden, meint Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Die Hoffnungen lägen in Europa vor allem auf besonders von den Einschränkungen der Corona-Lockdowns betroffenen Branchen. Die Aussicht auf eine breite und sehr deutliche Erholungsbewegung rücke spätestens ab dem dritten Quartal in greifbare Nähe. Kurzfristig aber bleibe die Pandemie das größte wirtschaftliche Risiko.

          Gefragt sind unter den Dax-Werten vor allem Siemens Energy, die schon am Montag zunächst deutlich zugelegt, am Ende aber als einer der größten Verlierer im Index im Minus schlossen.

          Nach einem uneingeschränkten Testat der Wirtschaftsprüfer KPMG für den Jahresabschluss 2020 für die Leasingfirma Grenke steigt deren Kurs um mehr als 15 Prozent. Das ist der höchste Stand seit dem Absturz des Kurses Anfang Februar.

          Auch die Ölpreise ziehen an. Der Preis für das Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent überstieg kurzzeitig zum ersten Mal seit Mitte März sogar wieder die Marke von 70 Dollar, liegt aktuell aber knapp darunter.  Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 66,53 Dollar.

          Unterstützung erhalten die Ölpreise zurzeit durch den schwächeren Dollar. Der Dollar-Index, der den Außenwert der amerikanischen Währung gegenüber den wichtigsten Weltwährungen angibt, fiel erstmals seit Februar wieder unter die Marke von 90 Punkten und läuft damit wieder auf sein Fünf-Jahres-Tief zu.  Auch die gute Stimmung an den asiatischen Aktienmärkten sorgte für Rückenwind am Ölmarkt.

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