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13.100 Punkte : Der Dax klettert wieder nach oben

  • Aktualisiert am

Die Börse in Frankfurt am Montag Bild: Reuters

In der Vorwoche zog der Dow Jones den Deutschen Aktienindex mit ins Minus. In der neuen Woche steigt der deutsche Leitindex wieder. Für den Auftrieb gibt es einen Grund.

          2 Min.

          Nach den jüngsten Verlusten hat der Dax am Montag kräftig zugelegt. Er nahm nicht nur den Kampf um die Hürde von 13.000 Punkten wieder auf, sondern eroberte gleich noch die Marke von 13.100 Punkten zurück. Auftrieb gab Marktexperten zufolge die Hoffnung auf eine lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag. Zwar würden aktuell keine Änderungen erwartet, doch gehofft werde „auf weitere Lockerungen zu gegebener Zeit“, wie unter anderem die Experten der Societe Generale schrieben.

          Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen ging der deutsche Leitindex mit einem Aufschlag von 2,01 Prozent auf 13.100,28 Punkte aus dem Handel. In der Woche zuvor hatte er eineinhalb Prozent eingebüßt. Der MDax gewann am Montag 2,47 Prozent auf 27.567,09 Zähler und auch europaweit erholten sich die Börsen deutlich. Der EuroStoxx 50 stieg um 1,64 Prozent auf 3314,07 Punkte. Kräftige Gewinne wurden auch an den Börsen in Paris und London verzeichnet, während wegen eines Feiertags in den Vereinigten Staaten nicht gehandelt wurde.

          Im Dax waren die Volkswagen-Aktien mit plus 4,7 Prozent größter Gewinnern. Wie Betriebsratschef Bernd Osterloh der „Welt am Sonntag“ sagte, könnte der Autobauer beim Bau von Elektro-Autos schneller vorankommen als geplant.

          Airbus legt stark zu

          Munich Re stiegen um 1,7 Prozent. Nach dem Milliardenschaden durch die Corona-Pandemie kam der Rückversicherer bei weiteren Katastrophen im Sommer vergleichsweise glimpflich davon. Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek erwartet zudem, dass bei der Vertragserneuerung mit Erstversicherern wie Allianz und Axa im nächsten und übernächsten Jahr weiter an der Preisschraube gedreht werden kann. Mit plus 0,3 Prozent legten die Anteilsscheine von HeidelbergCement unterdurchschnittlich zu. Die Societe Generale gab ihre Kaufempfehlung für die Papiere auf. Sie befürchtet nach den jüngsten Kursgewinnen der Aktie mit Blick auf den Mitte September bevorstehenden Kapitalmarkttag Enttäuschungen.

          Thema des Tages waren außerdem nochmals die anstehenden Änderungen im MDax, dem Index der mittelgroßen Werte. Die Deutsche Börse korrigierte ihre Mitteilung vom Donnerstag und nannte nun statt der Aareal Bank den Startup-Entwickler Rocket Internet als Absteiger. Die Aareal-Aktien profitierten vom überraschenden Klassenerhalt und stiegen innerhalb der vergleichsweise schwächeren Bankenbranche um 1,5 Prozent. Die Rocket-Papiere kamen mit plus 0,1 Prozent indes kaum vom Fleck.

          Airbus legten im MDax um 5,4 Prozent zu. Am Markt wurde auf einen Medienbericht über einen höheren Flotteneinsatz verwiesen. Laut der Finanzzeitung „Les Echos“, die sich auf eine interne Quelle bei Airbus berief, befanden sich im Juli 60 bis 65 Prozent der weltweiten Airbus-Flotte wieder im Dienst. Im April habe der Anteil dagegen lediglich bei 25 Prozent gelegen. Davon profitiere vor allem das Geschäft mit nachgelagerten Dienstleistungen, hieß es.

          Euro fällt leicht

          Um 3,7 Prozent stiegen zudem die Papiere der Software AG nach einer Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler, das die Transformationsstrategie des Softwareherstellers lobte. Im SDax zogen die Aktien des Solarpark- und Windkraftanlagenbetreibers Encavis um 5,9 Prozent auf 14,26 Euro an. Ein deutlich nach oben geschraubtes Kursziel des Analysehauses Warburg trieb an. Analyst Jan Bauer hob die Margenaussichten und die breiter werdende Wertschöpfungskette des Unternehmens hervor und hob das Kursziel kräftig um 10 Euro auf 17,20 Euro an.

          Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,49 Prozent am Freitag auf minus 0,48 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 146,00 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,03 Prozent auf 176,48 Punkte zu. Der Kurs des Euro fiel am frühen Abend auf 1,1817 Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1824 (Freitag: 1,1842) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8457 (0,8445) Euro.

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