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Dax-Konzerne in der Kritik : Adidas und Münchner Rück stoppen Aktienrückkäufe

  • -Aktualisiert am

Der Sportartikelhersteller Adidas betreibt ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 3 Milliarden Euro Bild: dpa

Dax-Unternehmen haben noch im März eigene Aktien zurückgekauft. Doch angesichts der Krise wächst die Kritik. Adidas und Münchner Rück haben nun reagiert.

          6 Min.

          Kaufen börsennotierte Unternehmen eigene Aktien zurück, bleibt das in der Regel außerhalb des Radars der breiten Öffentlichkeit. In Krisenzeiten wie jetzt werden jedoch nicht nur Aktionäre hellhörig, wenn zu diesem Zweck Geld aus den Kassen der Unternehmen fließt. Denn angesichts einer sich abzeichnenden Rezession scheint es angebrachter, die Liquidität zu schonen. Vor allem aber wirkt es gesellschaftlich unfair, wenn Unternehmen ihren Investoren Geld zufließen lassen – sei es in Form von Aktienrückkäufen oder von Dividenden – und gleichzeitig öffentliche Hilfen wie Kurzarbeit in Anspruch nehmen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch die Bankenaufsicht der EZB appelliert an die Kreditinstitute, angesichts der Krise auf Aktienrückkäufe zu verzichten. Im Fall von Adidas wird der angekündigte Stopp der Zahlung von Ladenmieten an einen Teil der Vermieter besonders kritisch gesehen, auch weil das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm durchführt. Am Dienstagabend hat der Sportartikelhersteller nun einen Stopp seines Rückkaufprogramms verkündet. Auch der Rückversicherer Münchner Rück stoppt seinen laufenden Aktienrückkauf.

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