https://www.faz.net/-gv6-9udbf

Hoffnung am Aktienmarkt : Dax nähert sich Rekordhoch

  • Aktualisiert am

Vorzeitige Weihnachtsgeschenke am Aktienmarkt: Der Dax steigt in Richtung Rekordhoch. Bild: Reuters

Die Aussicht auf Durchbrüche beim Zollstreit und dem Brexit bescheren den Anlegern zum Wochenschluss vorzeitige Weihnachtsgeschenk. Der Dax kommt seinem Rekordhoch immer näher.

          1 Min.

          Vorzeitige Weihnachtsgeschenke am Aktienmarkt: Die Aussicht auf einen Durchbruch im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China sowie die sich abzeichnende Klarheit in puncto Brexit haben den Dax am Freitag Richtung Rekordhoch getrieben.

          Schon in den ersten Minuten kletterte das Börsenbarometer um 1,25 Prozent höher. Der Dax markierte damit einen Stand von 13.386 Punkten, das Allzeithoch aus dem Januar 2018 liegt bei 13.596 Punkten.

          Für Auftrieb sorgte zum Einen die Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach Präsident Donald Trump eine Einigung im Handelsstreit unterzeichnet haben soll. Damit könnte die an diesem Sonntag fällige neue Welle von Zöllen Amerikas auf chinesische Waren im Wert von rund 160 Milliarden Dollar vermieden werden. China habe im Rahmen des Abkommens zugesichert, mehr amerikanische Agrargüter zu kaufen, berichtete Bloomberg weiter. Die juristischen Dokumente seien noch nicht fertiggestellt, auch wenn die Einigung bestünde.

          Hoffnung auf ein Ende der Hängepartie gibt es auch beim Brexit. So zeichnet sich bei der Wahl in Großbritannien ein deutlicher Sieg der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson ab. Bleibt es nach der Auszählung der Stimmen bei dem Vorsprung, hätte Johnson freie Bahn für seinen Brexit-Deal und könnte Großbritannien wie geplant zum 31. Januar aus der Europäischen Union führen.

          DAX ®

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          „Die Aktienmärkte honorieren die letzten Ereignisse mit deutlichen Kursgewinnen“, sagte am Morgen Analyst Christian Schmidt von der Helaba. Laut der Commerzbank zeichnet es sich ab, dass der sogenannte „Phase-1-Deal“ im Handelsstreit auch eine potenzielle Verringerung von bestehenden Zöllen beinhaltet. „Für den Markt ist dies sicherlich eine positive Überraschung“, sagte am Morgen Hao Zhou von dem Frankfurter Bankhaus. Allgemein könnten konjunkturempfindliche Werte wie etwa der Autosektor davon angetrieben werden.

          Derweil ist der Euro zum britischen Pfund in der Nacht deutlich unter Druck geraten und fiel mit Notierungen von unter 0,83 britischen Pfund auf ein Dreijahrestief. Die Aufwertung des Pfundes dürfte sich nach Einschätzung von HSBC im kommenden Jahr 2020 in Richtung von 0,76 britische Pfund fortsetzen und damit wiederum Abwärtsdruck auf die Inflation und die ohnehin schon schwächelnde Konjunktur ausüben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Demonstranten in Lausanne, einige Tage bevor sich die Wirtschafts- und Politikelite in Davos trifft. Nicht nur die Klimapolitik steht im Fokus der Protestler – auch der Kapitalismus.

          „Trust-Barometer“ : Deutsche zweifeln am Kapitalismus

          Nur noch jeder achte Deutsche glaubt, dass er von einer wachsenden Wirtschaft profitiert. Viele blicken pessimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte ist der Meinung, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schadet als hilft.
          Die Weichen werden gerade neu gestellt, es geht raus aus der Kohleförderung.

          „Soziale Wendepunkte“ : Wenn der Klimaschutz ansteckend wird

          Irgendwann kippt das gesellschaftliche Klima, dann kann es doch noch klappen mit dem Stopp der Erderwärmung. Eine Illusion? Forscher haben sechs „soziale Wendepunkte“ ausgemacht, die allesamt bereits aktiviert sind – und ein Umsteuern einläuten könnten.

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.