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Klima-Check für das Depot : Die Karbonblase birgt hohe Gefahren für die Anleger

  • -Aktualisiert am

Für Anleger ein zweifelhaftes Geschäft: Braunkohletageabbau Bild: dpa

Geld investieren und gleichzeitig „Gutes“ für die Umwelt tun: Das Thema Nachhaltigkeit könnte künftig ein wichtiges Anlagekriterium sein. Denn der Klimawandel birgt erhebliche Risiken fürs Depot.

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          Wer sich um die Anlage seines Kapitals kümmert, hat vermutlich schon einmal darüber nachgedacht, in das Segment nachhaltige Kapitalanlagen zu investieren. Und wenn investiert wird, dann oft mit der Motivation, „Gutes“ für die Umwelt zu tun. Es könnte sein, dass dem Thema Nachhaltigkeit (Umwelt, Klima, Ethik) als Anlagekriterium zukünftig ein sehr viel höherer Stellenwert zuwächst. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem CO2-Ausstoß zu. Das haben auch die Dax-30-Konzerne erkannt und eigene, teilweise ambitionierte Ziele zur Reduktion von CO2-Emissionen entwickelt. Nicht nur im Hinblick auf die Höhe, sondern auch mit kurzem Zeithorizont bis 2020, wie die oekom research AG ermittelt hat.

          Das steht im Gegensatz zur politischen Perspektive. Wenn es in Berlin zu einer großen Koalition kommen sollte, steht ein Verlierer schon fest: der Klimaschutz. Denn die deutschen Klimaziele für 2020 haben Union und SPD in ihren Verhandlungen bereits aufgegeben. Um wenigstens die Ziele für 2030 einzuhalten, soll gesetzlich festgeschrieben werden, wie viel CO2 die unterschiedlichen Wirtschaftszweige in den kommenden Jahren einsparen müssen. Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis 2030 auf 65 Prozent steigen. Der Ausstieg aus der Braunkohle soll mit einem 1,5 Milliarden schweren Fonds unterstützt werden, um den Strukturwandel in den betroffenen Regionen abzufedern.

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