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Edelmetall im Höhenflug : Der unerwartete Aufstieg des Goldpreises

Die Prognosen der Bank Goldman Sachs haben sich bewahrheitet: Zuletzt stieg der Goldpreis kräftig an. Bild: dpa

Der Goldpreis steigt auf mehr als 1400 Dollar. Als eine von wenigen hatte die Bank Goldman Sachs einen solchen Höhenflug vorhergesagt. Ihre Faustformel: Angst plus Wohlstand gleich teures Gold.

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          Der Goldpreis hat am Freitag zum ersten Mal seit dem Jahr 2013 die Marke von 1400 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) überschritten. Zeitweise erreichte er 1411 Dollar, bevor es wieder etwas abwärts ging. Das ist bemerkenswert: Obwohl sich schon seit längerem abzeichnet, dass die Zinsen auf lange Zeit niedrig bleiben werden und es zahlreiche geopolitische Risiken auf der Welt gibt, hatte der Goldpreis lange vor sich hingedümpelt. Er hatte es kaum längere Zeit geschafft, über die Schwelle von 1300 Dollar zu kommen. Erst in der letzten Maiwoche hatte sich das geändert. Es war Fahrt in die Preisentwicklung gekommen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Jetzt haben vor allem die Ankündigungen der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) zu möglichen Zinssenkungen sowie der sich zuspitzende Konflikt zwischen Amerika und Iran dem Goldpreis einen Schub gegeben. „Auslöser war die Zinsentscheidung der Fed vom Mittwoch“, sagt Alexander Zumpfe, Goldhändler beim Edelmetallunternehmen Heraeus. Auch Giovanni Staunovo, Rohstoffanalyst der UBS, meint: „Fallende amerikanische Realzinsen sind der Haupttreiber für den starken Anstieg des Goldpreises.“

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