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Beliebter Finanzplatz : Luxemburgs Steuervorteil lockt Private Equity

Eingang ins Steuerparadies: die Adolphe-Brücke in Luxemburg Bild: Frank Röth

Deutsche Unternehmen sind ein begehrtes Ziel für Finanzinvestoren. Doch als Sitz wählen diese lieber das Großherzogtum. Große Steuervorteile und eine wohlwollende Finanzaufsicht geben den Ausschlag.

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          Deutsche Unternehmen, insbesondere aus dem Mittelstand, sind ein attraktives Übernahmeziel. Das gilt auch für Beteiligungsgesellschaften, sogenannte Private-Equity-Fonds: Auf sie entfällt im Durchschnitt ein Anteil von 20 bis 30 Prozent am gesamten Transaktionsvolumen eines Jahres im Zusammenhang mit Übernahmen und Beteiligungen an Unternehmen. Gerade erst hat der schwedische Private-Equity-Fonds EQT zusammen mit dem kanadischen Pensionsfonds Omers die milliardenschwere Übernahme der Deutschen Glasfaser bekanntgegeben, um auf den Breitbandausbau in Deutschland zu wetten.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch viele dieser Finanzinvestoren fühlen sich in Deutschland nicht wohl: Als Standort ziehen sie Luxemburg vor. Die dort ansässigen Private-Equity-Gesellschaften verwalten ein Vermögen von schätzungsweise 500 Milliarden Euro. Das sind rund 10 Prozent des in der ganzen Welt vorhandenen Private-Equity-Kuchens. Nach dem für seine Steuervorteile bei Finanzinvestoren so beliebten amerikanischen Bundesstaat Delaware ist Luxemburg der zweitwichtigste Standort für Beteiligungsgesellschaften.

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