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Neues vom Cum-Ex-Komplex : Die Vorverurteilung der Deutschen Bank

Ungemütlich für die Banken: Ein Angeklagter packt aus im Cum-Ex-Strafprozess Bild: Reuters

Im Strafprozess um „Cum-Ex“ steht die Deutsche Bank unter Druck. Dabei ist sie gar nicht als möglicher „Mittäter“ am Prozess beteiligt, der am Donnerstag fortgesetzt wird. Und nicht alle Fakten sprechen gegen sie.

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          Die Justiz hat sich mit der Klärung des mutmaßlich größten Steuerbetrugs in Deutschland Zeit gelassen. Nun aber nimmt der Druck in den Ermittlungen zu. Und auch weil sich Bankinstitute gegenseitig in Zivilprozessen verklagen, ist der Ton rauher geworden. Wer hat in Deutschland den größten Steuererstattungsprofit aus den umstrittenen Aktiengeschäften rund um den Stichtag einer Dividendenzahlung („Cum-Ex“) geschlagen? In Bonn müssen am Donnerstag zwei frühere Börsenhändler der Hypo-Vereinsbank (HVB) wieder auf der Anklagebank Platz nehmen. Zeitgleich könnte am Oberlandesgericht Frankfurt im Streit zwischen Helaba und Société Générale um die Rolle der Depotbank eine für die Finanzbranche wegweisende Entscheidung fallen.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Deutsche Bank ist an keinem der beiden Verfahren beteiligt. Und doch wirkt es so, als stecke sie in einer Zwickmühle. Einerseits kann das Bankhaus erleichtert sein, dass es – im Gegensatz zu M.M. Warburg, Société Générale, BNY Mellon und Hansainvest - nicht als Einziehungsbeteiligter und damit als möglicher Profiteur der Cum-Ex-Transaktionen von Martin S., dem früheren HVB-Händler und Mitgründer der Ballance-Gruppe, am Strafprozess in Bonn geladen ist.

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