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Weitere Durchsuchungen : Cum-Ex holt ABN Amro ein

Durchsuchung bei ABN Amro in Frankfurt. Bild: EPA

Der Kreis der Beschuldigten im Zusammenhang mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag („Cum-Ex“) wird größer.

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          Der Kreis der Beschuldigten im Zusammenhang mit Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag („Cum-Ex“) wird größer. Am Dienstag rückten abermals Steuerfahnder und Ermittler aus und durchsuchten Geschäftsräume und Wohnungen in Hessen und Bayern, auch in den Niederlanden gab es eine Razzia. Im Fokus stand dabei die niederländische Großbank ABN Amro und ihre Rolle als Leerverkäuferin und Depotbank in den Transaktionen.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Bank bestätigte die Durchsuchungen. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt nannte keine Namen, auf Nachfrage erklärte ein Sprecher, dass man in dem Komplex schon länger ermittele. Er verneinte Zusammenhänge mit Erkenntnissen aus dem Strafprozess am Landgericht Bonn. Dort müssen sich derzeit zwei frühere Börsenhändler der Hypo-Vereinsbank verantworten.

          Die Ermittlungen richten sich gegen sechs Beschuldigte im Alter von 50 bis 57 Jahren. Die Verdächtigen sollen 2008 und 2009 Aktiengeschäfte mit einem dreistelligen Millionenvolumen abgewickelt und dafür falsche Steuerbescheinigungen bei den Finanzämtern vorgelegt haben. Die Beschuldigten waren als Geschäftsführer und Prokuristen von Gesellschaften beziehungsweise einer Investmentbank mit Sitz in Frankfurt tätig.

          Dem Fiskus entstand ein Schaden von 53,3 Millionen Euro, der Betrag wurde bereits zurückerstattet. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine Spezialeinheit zur Bekämpfung des Steuerbetrugs plant. Zudem soll es mehr als 40 neue Stellen beim Bundeszentralamt für Steuern in Bonn geben. Dort wurden zahlreiche Steuerbescheinigungen für Cum-Ex-Geschäfte ausgestellt.

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