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Ermittlungen : Der Kursrutsch von Lang & Schwarz geht weiter

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Abwärts - oder doch lieber aufwärts? Kursmakler wie Lang & Schwarz können grundsätzlich in jeder Börsenlage verdienen. Bild: AFP

Steuerliche Ermittlungen im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften gelten als Grund für die plötzliche Verschiebung der Hauptversammlung. Die Börsenreaktion auf diese Nachricht fällt deutlich aus.

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          Der Kurseinbruch der Aktien von Lang & Schwarz hat sich am Montag mit einem Abschlag von bis zu 9 Prozent fortgesetzt. Mit einem Kurs von zeitweise 73 Euro fielen die Papiere des Kursmaklers damit zurück auf das Niveau der ersten Januartage, nachdem sie im Februar noch ein Rekordhoch von 150,50 Euro erreicht hatten. Am späteren Nachmittag verlor die Aktie des Finanzdienstleisters noch gut 6 Prozent auf 75 Euro. Seit dem vergangenen Dienstag beträgt das Kursminus gut 40 Prozent.

          Auslöser des Kursrutsches war die kurzfristige Verschiebung der Hauptversammlung am späten Dienstagabend, die eigentlich zwei Tage später am Donnerstag geplant gewesen war. Der Grund hierfür war der Eingang eines Zwischenberichts des Finanzamts Düsseldorf für die Geschäftsjahre 2008 bis 2009. Tags darauf hatte die Aktie zeitweise ein Drittel an Wert verloren.

          Das Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung prüft die Geschäftsjahre 2007 bis 2011 mit Blick auf Kapitalertragssteueranrechnungen und Solidaritätszuschläge bei Aktien rund um Dividendentermine (Cum-Ex-Geschäfte). Der Vorstand befürchtet eine Ergebnisbelastung in Höhe von 61 Millionen Euro und hat eine Rückstellung in Höhe von 45 Millionen Euro gebildet.

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