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Geldanlage in der Pandemie : Wenig Tröstliches von den Zinsen

Ha, ha, ha: Historisches Werbeplakat der Commerzbank Bild: dpa

Wer hofft, im Zuge der Corona-Krise weniger Zinsen zahlen und mehr bekommen zu können, dürfte sich getäuscht sehen. Finanzdienstleister und Unternehmen haben noch ganz andere Probleme.

          4 Min.

          Im Zuge der Corona-Krise haben die Notenbanken der Welt ihre Geldpolitik abermals massiv gelockert. Eigentlich sollte man annehmen, dass daraufhin die Zinsen weiter sinken. Tatsächlich aber ist das nicht oder nur teilweise der Fall. Der FMH-Zinsindex für zehnjährige Hypothekenkredite, der in den zwei Jahren vor dem März 2020 von gut 1,5 Prozent bis auf etwa 0,6 Prozent gefallen war, liegt aktuell wieder bei 0,76 Prozent. Das ist nicht viel, aber dennoch ein Anstieg um immerhin 28 Prozent. Die Zinsen für Kredite mit 15 Jahren Laufzeit, liegen mittlerweile wieder bei deutlich mehr als 1 Prozent. Etwas weniger stark gestiegen sind die Zinsen für Verbraucherkredite.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sehr viel stärker gestiegen ist dagegen der Interbanken-Zinssatz Euribor. Dieser kannte eigentlich seit der Finanzkrise auch nur noch den Weg nach unten. Der zentrale 3-Monats-Zinssatz hatte im Oktober 2008 noch 5,39 Prozent betragen. Vor fünf Jahren unterschritt er die Marke von null Prozent und erreichte am 12. März mit minus 0,489 Prozent ein Allzeittief. Aktuell nähert er sich indes mit minus 0,22 Prozent der Marke von null Prozent von unten wieder an – innerhalb von nur einem Monat hat er sich verdoppelt.

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