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Vertrauensverlust : Absturz der Schwellenländer

Kontaktverbot auf Indisch: Wanderarbeiter verlassen auf einem überfüllten Bus Neu-Dehli. Bild: dpa

Die Schwellenländer werden von der Corona-Krise und der Rezession schwer getroffen. Ausländische Anleger haben im März so viel Kapital wie noch nie abgezogen.

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          Die Krise um die Coronavirus-Pandemie schüttelt die Finanzmärkte der Welt durch. Am schlimmsten trifft es aber die aufstrebenden Volkswirtschaften. Zwar erholten sich am Montag auch dort die Anleihen, Aktien und Wechselkurse im Zuge der aufkeimenden Hoffnung auf eine Eindämmung der Virus-Krise. Doch die Einschläge zuvor waren so schwer, dass von einer Entspannung noch lange nicht die Rede sein kann. Zumal Ratingagenturen derzeit Länder herabstufen wie zum Beispiel Moody’s in der vergangenen Woche Südafrika, dessen Kreditwürdigkeit nun von allen großen Ratingagenturen im Ramschbereich angesiedelt wird.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der JP-Morgan-Index für Staatsanleihen aus Schwellenländern ist seit Mitte Februar von 116 auf 95 Punkte gefallen. Solche Kursänderungen am Anleihemarkt gelten als dramatisch. Das Misstrauen spiegelt sich auch in der Kapitalflucht wider. Die ausländischen Anleger haben im März aus den Schwellenländern so viel Kapital abgezogen wie noch nie. Nach Angaben des internationalen Bankenverbandes Institute of International Finance (IIF) summierte sich der Kapitalabzug auf 83,3 Milliarden Dollar.

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