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Immobilien : Commerzbank steigt ins Crowdfunding ein

Projekte wie das „Pacific Beach Hotel“ sind das normale Geschäft der Commerz Real. Bild: Commerz Real AG

Das Crowdfunding erschien bisher immer als exotische Nische, die von Start-Ups beherrscht wird. Nun kauft sich die Commerzbank ein.

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          Crowdfunding ist, besonders in Deutschland, immer noch eine Nische. was aber in dieser gut läuft, ist das Crowdinvesting in Immobilien. Das scheint so lukrativ zu sein, dass nun auch die Commerzbank einsteigt. Ihre Tochtergesellschaft Commerz Real,  im Konzern für das Management von Sachwerten wie eben Immobilien zuständig, beteiligt sich nun an der Plattform Bergfürst.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Im Rahmen einer Kapitalerhöhung wird die Commerz Real mit 24,9 Prozent zweitgrößter Gesellschafter des Startups und dessen strategischer Partner.

          Damit beteiligt sich zum ersten Mal ein führender Immobilienfonds-Anbieter direkt an einem Start-up für Schwarmfinanzierung.

          Bergfürst wurde 2011 von Guido Sandler und Dennis Bemmann gegründet und ist die Nummer drei unter den deutschen Online-Vermittlungsplattformen für Immobilien-Crowdinvesting. Ihr Marktanteil betrug zuletzt etwa 10 Prozent.

          Der Markt wird derzeit von der Plattform Exporo mit einem Anteil von 50 bis 60 Prozent dominiert. Nummer zwei mit einem Anteil von etwa 15 Prozent ist Zinsland. Den Rest teilen sich etwa acht weitere Plattformen.

          Bergfürst konnte bisher bei mehr als 35.000 Investoren, mehr als 54 Millionen Euro Kapital plazieren, wovon 12.9 Millionen Euro inklusive Zinsen bisher zurückgezahlt wurden.

          „Für uns ist der Einstieg ein weiterer Schritt auf unserem Weg zum digitalen Assetmanager“, sagt Andreas Muschter, Vorstandsvorsitzender
          der Commerz Real. „Dazu gehört auch das Erkennen und Erschließen alternativer, neuartiger Geschäftsmodelle.“

          Crowdinvesting bzw. Crowdfunding werde von immer mehr Anlegern und Projektentwicklern genutzt. Das Vehikel sei eine Ergänzung zum klassischen Fondsgeschäft. Der Markt werde sich in den kommenden Jahren weiter etablieren und überproportional wachsen.

          Dass die Wahl auf Bergfürst fiel, habe mehrere Gründe. Bergfürst biete eine optimale Mischung aus Rendite, Qualität, Service und Breite. Beispiele dafür seien ein Zweitmarkt für die plazierten Anteile an den Nachrangdarlehen, eine automatische Steuerabführung, aber auch die nutzerfreundliche Plattform. Auch eine Grundbuchbesicherung der Anlagen könnten viele Wettbewerber nicht anbieten.

          Bergfürst erwartet neben der Erweiterung des Kundennetzwerks auch, kurzfristig Geschwindigkeit, Anzahl und Volumen je Emission deutlich erhöhen zu können. Zudem profitiere man von der Expertise eines führenden Vermögensverwalters der Immobilienbranche. Zudem werde sich diese Kooperation auch vertrauensbildend auswirken.

          Weitere gemeinsame Ziele seien eine Verzahnung des Vertriebs sowie die Konzeption und Vermarktung gemeinsamer Produkte und Geschäftsmodelle.

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