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„Come back on St. Leger’s day“ : Jetzt diese Aktien kaufen!?

Knapp dahinter findet sich eine weitere Internet-Aktie, die der chinesischen Tencent, einem Internet-Konglomerat aus sozialen Medien, Onlinespielen uam. Tencent ist mit einem KGV von knapp 25 deutlich teurer als Booking Holdings. Beide Aktien brachten im jährlichen Mittel mehr als 31 Prozent Rendite. Allerdings hätte man sie wohl besser über die zeit behalten anstatt sie brav nach den 2000 Guineas zu verkaufen und nach den St. Leger Stakes zu verkaufen. Denn dann hätte Booking im Mittel knapp 96 Prozent gebracht und Tencent sage und schreibe 490 Prozent. Allein 1000 Euro in der Tencent-Aktie hätten insgesamt dreimal so viel eingebracht wie das gesamte Depot, wenn es über die Jahre regelmäßig ge- und verkauft worden wäre.

In der Mehrheit der Fälle war rein und raus die schlechtere Wahl, denn nur die Aktie des deutschen  Anbieters von Personalmanagement-Software Atoss Software, des Rückversicherers Münchener Rück und des Infrastruktur-Konglomerats NWS aus Hongkong wären so ertragreicher gewesen. Bei NWS wäre es zudem knapp geworden, denn der Unterschied sind nur 830 Euro.

Dauerläufer SGS

Andererseits brachte die Aktie des Schweizer Warenprüfkonzerns SGS beim Halten auch nun 115 Euro mehr. Allerdings muss man sich fragen, warum man die Aktie immer kaufen und verkaufen sollte, wenn halten auf das Gleiche herausläuft.

Doch eine Besonderheit hat die SGS-Aktie. Es ist die einzige Aktie, die die „ewige Liste“ nun schon seit 2012 ziert. Das bedeutet, dass sie zwischen den beiden Pferderennen seit 2002 bisher immer einen Gewinn brachte.

2017 hat die Geschäftsentwicklung der Schweizer, zu denen auch das deutsche Institut Fresenius gehört, sich nach einem stagnierenden Jahr 2016 wieder deutlich verbessert. Mit einem KGV von knapp 24 ist die Aktie ähnlich hoch bewertet wie vor 12 und 24 Monaten. Die Dividendenrendite ist mit knapp 3 Prozent weiter gesunken.

Von 18.134 in Deutschland gehandelten Aktien brachten in der jüngsten „St. Leger's-Periode“ 8397 einen Gewinn, also nur rund 46 Prozent. Damit hat der Anteil der Gewinner-Aktien zum dritten Mal in Folge abgenommen, liegt aber immer noch im Normalbereich der vergangenen neun Jahre. Während der Finanzkrise zwischen 2007 und 2009 lag er bei etwa 10 Prozent und in den Jahren davor bei rund 30 Prozent. Das spricht dafür, dass die Aktienbörsen immer noch recht rund laufen.

Ob das so bleiben wird, ist nicht gewiss: Möglicherweise bricht der Anteil der Gewinneraktien zwischen diesem Montag und den 2000 Guineas im kommenden Mai ein.

Eines zeigt das kleine „St. Legers-Portfolio“ deutlich. Es handelt sich schon um außerordentlich gut laufende Aktien. Das Portfolio wäre zwischen September 2004 und Mai 2018 auf das Achtzigfache gewachsen. Der Dax brachte es gerade mal auf etwas mehr als das Dreifache. Aber von hinten ist man ja immer schlauer.

Wer es gemacht hätte wie die britische Oberschicht und die Börsengewinne beim Pferderennen, der wäre schon bald aus dem Rennen gewesen. Denn die Favoriten gewinnen eher selten. Die St. Leger Stakes am Samstag gewann mit „Kew Gardens“ übrigens einer der Favoriten. Die Quote von 3/1 war zwar nicht ganz so niedrig wie die von „Lah Ti Dar“ mit 7/4 aber nahe dran und am Ende eben eine Pferdelänge vorn. „Zabriskie“ hätte dagegen 80/1 gebracht wurde aber erwartungsgemäß letzter.

Wer übrigens die Wette vom vergangenen Jahr angenommen hätte, hätte damit gut verdienen können. Denn mit „Capri“ gewann ebenfalls einer der Favoriten. Das hätte 6/1 gegeben, weil der Tipp lautete, dass weder der Außenseiter noch einer der Favoriten gewinnt.

NB: Beste Aktie der jüngsten Zwischensaison 2017/18 war übrigens mit einem Plus von rund 90 Prozent China Sunsine, Hersteller von Kautschukchemikalien, hauptsächlich Vulkanisationsbeschleueniger und brandhemmende Mittel. Allerdings ist der Kurs wieder um ein Drittel gefallen. Aber wer weiß, wie das bis zu den 2000 Guineas noch wird.

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