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Anleger hoffen : Chinas Börsen auf Höhenflug

Freude an der Börse in Peking: Der Leitzins Shanghai Composite steigt an. Bild: dpa

Nach guten Ergebnissen sind die Kurse in China so hoch wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Das weckt die Hoffnung der Anleger. Doch in Washington regt sich Widerstand.

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          Während Ökonomen davon ausgehen, das sich Chinas Wachstum weiter abkühlen wird, herrscht an den Finanzmärkten die Hoffnung darauf, dass die Regierung weiter mit hohen Investitionen die chinesische Wirtschaft auf Kurs hält.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          So stieg am Freitag der Leitindex Shanghai Composite an Chinas größter Börse bis Handelsschluss um 1,8 Prozent gegenüber dem Vortag auf 3331 Punkte. Diesen Wert hat der Index zuletzt am ersten Januartag des Jahres 2016 überschritten.

          Wirtschaftsgröße soll sich in elf Jahren verdoppeln

          Die Hoffnung der Anleger steht im Einklang mit der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus der vergangenen Woche. Dessen Ökonomen hatten prognostiziert, dass Chinas Regierung weiterhin mit hohen Krediten das Wirtschaftswachstum antreiben werde. 2021 wird die Kommunistische Partei einhundert Jahre alt. Bis zu diesem Zeitpunkt soll sich die Größe der Wirtschaft gegenüber dem Vergleichswert aus dem Jahr 2010 verdoppelt haben. China soll nach dem Willen der Partei dann eine „gemäßigt wohlhabende Gesellschaft“ haben, in der sämtliche Menschen über der Armutsgrenze leben.

          Die Kursgewinne an der Börse in Schanghai waren am Freitag Folge der berichteten Ergebnisse wichtiger chinesischer Staatsunternehmen, die hoher ausgefallen sind als erwartet. So machten die Kurssteigerungen der Werte der Bank ICBC, dem nach Bilanzsumme größten Geldinstitut der Welt, des größten chinesischen Ölkonzerns PetroChina sowie des Versicherers China Life zusammen ein Fünftel des Anstiegs des Leitindex Shanghai Composite aus.

          Washington will Druck auch auf große Institutionen ausweiten

          Offensichtlich fürchten die Anleger - die auf dem chinesischen Festland in der ganz überwiegenden Anzahl nicht institutionell sind, sondern Privatpersonen mit relativ kleinem Portfolio - weniger die Gefahr von weiteren Sanktionen gegen chinesische Unternehmen durch die amerikanische Regierung.

          Nachdem Washington kleinere chinesische Unternehmen wegen angeblichen Handels mit Nordkorea bestraft hat, werden in Amerika Stimmen laut, die ein Vorgehen gegen die großen Pekinger Staatsbanken wie ICBC fordern. Diese sind zum Teil stark auf dem amerikanischen Markt engagiert, von dem sie durch die Sanktionen ausgeschlossen werden könnten.

          Dies sei die „nächste Stufe“ auf dem Weg, den Druck auf Chinas Regierung zu erhöhen, sagte Anthony Ruggiero von der konservativen Washingtoner Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies der Nachrichtenagentur „Bloomberg“.

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