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Kommt die nächste Finanzkrise? : Die Masche der Crash-Propheten

Der nächste Crash ist immer der schlimmste: Händler an der Frankfurter Börse nach dem Wall-Street-Crash 1987 Bild: dpa

Crash-Bücher haben Konjunktur. Warum lassen wir uns so gerne Angst einjagen?

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          Es geht uns gut in Deutschland. Der Arbeitsmarkt ist auf Rekordniveau, die meisten Menschen fühlen sich ihres Jobs sicher, so dass sie fleißig Geld ausgeben und damit die Konjunktur am Laufen halten oder eifrig sparen. Eine Rezession, die wochenlang befürchtet wurde, ist abgewendet, das Wirtschaftswachstum war – nach dem Schrumpfen im zweiten Quartal des Jahres – im Sommer wieder positiv, wenn auch nur knapp. Unsere Lebenserwartung steigt, die Lebensqualität ist hoch, der soziale Frieden gewahrt. Selbstverständlich ist nicht alles perfekt in Deutschland. Aber wir jammern auf hohem Niveau.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Stopp! Niemand sollte sich von solcher Selbstzufriedenheit einlullen oder gar täuschen lassen. Man kann die Realität auch komplett anders sehen. So wie die Crash-Propheten, deren Raunen gerade wieder durchs Land geht. Und zwar so: Es ist fast alles faul im Staate Deutschland, der Zusammenbruch steht bevor, und zwar schon demnächst irgendwann. „Noch fließen, oberflächlich betrachtet, Milch und Honig in Deutschland, aber der Putz bröckelt bereits“, so orakeln die Autoren Marc Friedrich und Matthias Weik in ihrer verkorksten Crash-Metaphorik.

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