https://www.faz.net/-gv6-9ouvf

Brexit-Sorgen : Britisches Pfund fällt auf Zwei-Jahrestief

  • Aktualisiert am

Oh boy! Im Angesicht eines möglichen Premierministers Boris Johnson und seines harten Brexit-Kurses ist das Pfund auf ein Zweijahrestief gefallen. Bild: AFP

Der Kurs des britischen Pfunds ist zum Euro auf sein Zwei-Jahrestief gefallen. Grund sind die aktuellen Sorgen vor einem harten Brexit.

          Die Sorge vor einem ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hat den Kurs des britischen Pfunds am Dienstag auf Talfahrt geschickt. Zum Dollar wertete es bis auf 1,2440 Dollar ab und war damit so billig wie seit April 2017 nicht mehr.

          Nach derzeitigem Stand droht am 31. Oktober ein ungeregelter Brexit. Nach dem Rücktritt von Premierministerin Theresa May liegt ihr Kontrahent Boris Johnson im Rennen um den Posten an der Regierungsspitze vorne. Johnson ist ein Befürworter eines Austritts aus der EU auch ohne Abkommen. Seit Mays Rücktrittsankündigung wertete das Pfund um zwei Prozent ab.

          Zwischenzeitlich haben Ökonomen ihren Wachstumsausblick für die britische Wirtschaft nach unten korrigiert. Den dritten Monat in Folge gehen sie von einer schwächeren Wirtschaftsleistung aus und rechnen nun damit, dass diese im zweiten Quartal leicht schrumpfen wird, wie eine Befragung der Nachrichtenagentur Bloomberg zeigt.

          GBP/EUR

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Unterdessen hat die Europäische Union weitere Notfallmaßnahmen für den Brexit getroffen. Die Mitgliedstaaten verabschiedeten am Dienstag in Brüssel Regelungen, die unter anderem eine Fortsetzung von vereinbarten Zahlungen an britische Landwirte und Forschungsinstitute ermöglichen sollen. Voraussetzung wäre allerdings, dass Großbritannien auch im Fall eines ungeregelten EU-Austritts weiter seinen im EU-Haushaltsplan 2019 vereinbarten Beitrag zahlt. Genau dies ist jedoch einer der Gründe weswegen britische Parlamentarier das Austrittsabkommen ablehnen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Massentourismus vom Wasser kommend: Zwei Kreuzfahrtschiffen liegen im Geirangerfjord.

          Umstrittene Kreuzfahrtschiffe : Norwegen macht die Fjorde langsam dicht

          Es ist ein Geldsegen und ein Öko-Fluch: Seit kurzem gelten in fünf norwegischen Fjorden für Kreuzfahrtschiffe strenge Umweltauflagen, die die Luftverschmutzung begrenzen sollen. Glücklich sind die Menschen in der Urlauberhochburg Geiranger damit nicht.
          Kanzlerin Angela Merkel stellt mit ihrem Klimakabinett die Ergebnisse eines Kompromisses zum Klimapaket vor.

          Klimakabinett : Das deutsche Klima-Experiment

          Deutschland allein kann das Klima nicht retten. Aber andere Länder schauen genau darauf, wie Kanzlerin Merkel versucht, die Emissionen zu senken. Kann Deutschland Vorbild sein oder muss es über den Ärmelkanal schauen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.