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Brief an Unternehmen : Blackrock will mehr auf Nachhaltigkeit drängen

  • Aktualisiert am

Blackrock-Chef Larry Fink fordert von Unternehmen mehr Nachhaltigkeit und will auch das eigene Angebot stärker darauf ausrichten. Bild: Frank Röth

Auch der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock drängt zunehmend auf Nachhaltigkeit. In seinem alljährlichen Brief an Unternehmen stellt Vorstandschef Larry Fink das Thema wieder in den Vordergrund.

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          Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock ruft angesichts des Klimawandels abermals Unternehmen zum Handeln auf. „Der Klimawandel ist für die langfristigen Aussichten von Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor geworden“, schrieb der Vorstandsvorsitzende Larry Fink in seinem diesjährigen Brief an die Vorstände von Unternehmen.

          Schon im Vorjahr hatte Fink betont, dass die Fähigkeit von Unternehmen, ökologische, soziale und Führungsthemen (ESG) zu behandeln, die Führungsqualität zeige, die essentiell sei, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten.

          In diesem Jahr schlägt Fink in dieselbe Kerbe. Die nicht von der Hand zu weisenden Klimarisiken zwängen Anleger, ihre zentralen Annahmen zur modernen Finanzwirtschaft zu überdenken. All dies habe eine grundlegende Neubewertung von Risiken und Vermögenswerten zur Folge. „Schon bald – und früher als von den meisten erwartet – wird es zu einer erheblichen Umverteilung von Kapital kommen“, schlussfolgert Fink.

          Blackrock habe die Aufgabe, seine Kunden hier zu unterstützen.Nachhaltige und klimabewusste Portfolios böten Anlegern bessere risikobereinigte Renditen. Künftig wolle man Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil der Portfoliokonstruktion und des Risikomanagements machen und sich von Anlagen trennen, die ein erhebliches Nachhaltigkeitsrisiko darstellten, wie zum Beispiel Wertpapiere von Kohleproduzenten. Neue Anlageprodukte sollen etwa Investments in fossile Brennstoffe ausschließen.

          Blackrock folgt damit anderen, nicht ganz so bekannten Gesellschaften,  wie etwa die französische BNP Paribas AM oder La Francaise oder die norwegische DNB. Zum Teil sind diese auch schon weiter.

          Auch aktivistischer will Blackrock werden. Man sei „zunehmend geneigt“, Vorständen und Aufsichtsräten die Zustimmung zu verweigern, wenn ihre Unternehmen beim Thema Nachhaltigkeit keine ausreichenden Fortschritte machten.

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