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Devisen : Brexit-Spekulationen schieben Pfund auf Zweieinhalb-Monats-Hoch

  • Aktualisiert am

Das Pfund im Aufwind. Bild: Reuters

Das Pfund legt am Freitag zu und erreicht den höchsten Stand seit November. Grund sind Hoffnungen auf eine baldige Lösung im Brexit-Streit.

          Spekulationen auf einen Fortschritt bei den Brexit-Verhandlungen in London haben dem Pfund Sterling am Freitag Rückenwind gegeben. Es verteuerte sich um bis zu 0,6 Prozent auf 1,3139 Dollar und erreichte den höchsten Stand seit Anfang November. Experten verwiesen auf einen Bericht der Zeitung „The Sun“, wonach die nordirische Democratic Unionist Party (DUP) die Brexit-Pläne von Premierministerin Theresa May bei der Abstimmung im Parlament am Dienstag unter bestimmten Bedingungen nun doch unterstützen könnte. Die DUP fordere ein konkretes Zeitlimit für die Notfall-Lösung, die eine harte Grenze zwischen Irland und der britischen Provinz Nordirland verhindern soll.

          “Sollte dieser Bericht stimmen, kann das Pfund schnell auf 1,32 Dollar nach oben klettern“, prognostizierte Marktanalyst Michael McCarthy vom Brokerhaus CMC Markets. Die Analysten der Commerzbank halten den Optimismus der Pfund-Anleger dagegen für übertrieben. Die tatsächliche Aussage des Zeitungsberichts sei, dass die DUP das Abkommen nur dann unterstützen werde, wenn May sich mit der EU auf ein Zeitlimit bei der sogenannten Backstop-Regelung in der Nordirland-Frage verständigen könne, erklärte Expertin Thu Lan Nguyen. Dies hatte die EU allerdings schon mehrfach abgelehnt. Das Risiko eines „No-Deal“-Brexits, also eines ungeordneten Ausstiegs der Briten aus der Europäischen Union (EU), sei nach wie vor sehr hoch. Damit bleibe auch das Rückschlagspotenzial für das Pfund hoch.

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