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Parlamentsschließung : Johnsons Pläne lasten auf dem Pfund

  • Aktualisiert am

Britisch Banknoten Bild: Reuters

Der britische Premier Boris Johnson will das Parlament zu einer Pause zwingen, womöglich, um gegen den Willen der Abgeordneten seine Brexit-Pläne zu verwirklichen. Den Anlegern missfällt das.

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          Spekulationen über eine mögliche Suspendierung des britischen Parlaments drücken das Pfund. Zum Dollar, zu dem sich das Pfund in den vergangen Tagen von 1,2073 Dollar bis auf 1,2298 Dollar erholt hatte, fällt es deutlich wieder auf  1,22 Dollar.

          Der britische Premierminister Boris Johnson hat eine vorübergehende Schließung des Parlaments von Mitte September bis Mitte Oktober beantragt. Das gab der Premier am Mittwoch in London bekannt. Gegner eines No-Deal-Brexits hätten damit kaum eine Chance, einen EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen am 31. Oktober noch per Gesetz zu stoppen.

          Führende Mitglieder der Oppositionsparteien im britischen Parlament hatten sich am Dienstag auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt, um einen EU-Austritt ohne Abkommen abzuwenden. „Wir sind uns einig, dass wir zusammenarbeiten werden, um einen No-Deal-Brexit per Gesetz zu verhindern“, schrieb die Abgeordnete Anna Soubry, die eine Gruppe proeuropäischer ehemaliger Tory- und Labourabgeordneter anführt, auf Twitter.

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          Die Marktreaktion unterstreiche nur, die Unsicherheit die in Bezug auf das Pfund herrsche, das immer noch nicht vernachlässigbare Risiko eines EU-Austritts ohne Abkommen und die Anfälligkeit für negative Schlagzeilen, sagte Petr Krpata, Währungsstratege bei der niederländischen ING der Nachrichtenagentur Bloomberg.

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