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Börsenindizes : Der Dow Jones stapelt tief

  • -Aktualisiert am

Am 11. Juli schloss der Dow Jones erstmals bei über 27.000 Punkten. Bild: EPA

Das amerikanische Marktbarometer hat sich seit der Finanzkrise im Vergleich zum Dax viel besser geschlagen, als es auf den ersten Blick scheint. Das liegt an den unterschiedlichen Berechnungsmethoden.

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          Börsianer lieben runde Zahlen. Legendär ist die Party auf dem Parkett der New Yorker Börse, als der Dow Jones im März 1999 zum ersten Mal die Marke von 10.000 Punkten knackte. Baseballmützen mit der fünfstelligen Zahl wurden produziert, und der damalige New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, ein Mann mit Gespür für medienwirksame Auftritte, posierte freudestrahlend mit Börsenchef Richard Grasso. Im gleichen Jahr kam ein Buch mit dem griffigen Titel „Dow 36.000“ heraus – eine trotz der damaligen Hausse-Euphorie utopisch anmutende Prognose. Mittlerweile notiert der Dow Jones über 27.000 Punkten und ist damit nur noch 33 Prozent von diesem Niveau entfernt – wobei es allerdings deutlich länger dauerte, bis der Dow in diese Sphären vorstieß, als die Autoren damals glaubten.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

          Utopisch würde aus heutiger Sicht eher ein Dow-Wert von 60.000 Punkten wirken. Dabei hat der Dow genau dieses sensationell anmutende Niveau kürzlich übertroffen – solange man eine andere, gleichwohl nicht unübliche Berechnungsmethode anwendet. In seiner üblichen Form, so wie er täglich in den Medien auftaucht, bildet der Dow nämlich nur die Kursentwicklung der 30 im Index befindlichen Aktien ab.

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