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Börsengang : Staatsbeteiligung an Curevac gewinnt an Wert

  • -Aktualisiert am

Vor dem Curevac-Hauptsitz in Tübigen Bild: AFP

Der Bund verbucht mit dem Börsengang des deutschen Biotech-Unternehmens rund 100 Millionen Euro Gewinn. Der Wert des staatlichen Anteilspakets steigt um mehr als 30 Prozent – was sich nach dem Handelsstart der Aktie jedoch ständig ändern kann.

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          Der Börsengang des deutschen Biotech-Unternehmens Curevac an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq hat auch für die deutschen Steuerzahler positive Folgen. Die öffentlich-rechtliche Förderbank KfW, die sich schon vor dem Börsengang an Curevac beteiligt hatte, verbucht durch die Transaktion einen rechnerischen Gewinn von rund 100 Millionen Euro. Das entspricht einem Wertzuwachs von mehr als 30 Prozent, verglichen mit den 300 Millionen Euro, die von der KfW im Juni investiert wurden.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Bund hatte sich über die Förderbank an Curevac beteiligt, um die Forschung des Unternehmens an einem Corona-Impfstoff zu unterstützen. Mit der Beteiligung sollte auch verhindert werden, dass andere Staaten sich den Zugriff auf das Unternehmen sichern.

          Curevac hat am Freitag bekanntgegeben, mehr als 13 Millionen seiner Aktien im Rahmen des Börsengangs zum Preis von 16 Dollar je Aktie an Anleger ausgegeben zu haben. Da die KfW laut Wertpapierprospekt nach der Transaktion 29,8 Millionen Curevac-Aktien hält, ergibt sich für das KfW-Paket ein Beteiligungswert in Höhe von 477,9 Millionen Dollar. Umgerechnet entspricht das zum aktuellen Kurs gut 400 Millionen Euro.

          Der Handel mit den Curevac-Aktien an der Nasdaq wird am Freitagnachmittag europäischer Zeit starten. Je nach Kursentwicklung wird dadurch auch der Marktwert des KfW-Pakets entsprechend steigen oder fallen.

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