https://www.faz.net/-gv6-a2c59

Börsengang : Staatsbeteiligung an Curevac gewinnt an Wert

  • -Aktualisiert am

Vor dem Curevac-Hauptsitz in Tübigen Bild: AFP

Der Bund verbucht mit dem Börsengang des deutschen Biotech-Unternehmens rund 100 Millionen Euro Gewinn. Der Wert des staatlichen Anteilspakets steigt um mehr als 30 Prozent – was sich nach dem Handelsstart der Aktie jedoch ständig ändern kann.

          1 Min.

          Der Börsengang des deutschen Biotech-Unternehmens Curevac an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq hat auch für die deutschen Steuerzahler positive Folgen. Die öffentlich-rechtliche Förderbank KfW, die sich schon vor dem Börsengang an Curevac beteiligt hatte, verbucht durch die Transaktion einen rechnerischen Gewinn von rund 100 Millionen Euro. Das entspricht einem Wertzuwachs von mehr als 30 Prozent, verglichen mit den 300 Millionen Euro, die von der KfW im Juni investiert wurden.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Bund hatte sich über die Förderbank an Curevac beteiligt, um die Forschung des Unternehmens an einem Corona-Impfstoff zu unterstützen. Mit der Beteiligung sollte auch verhindert werden, dass andere Staaten sich den Zugriff auf das Unternehmen sichern.

          Curevac hat am Freitag bekanntgegeben, mehr als 13 Millionen seiner Aktien im Rahmen des Börsengangs zum Preis von 16 Dollar je Aktie an Anleger ausgegeben zu haben. Da die KfW laut Wertpapierprospekt nach der Transaktion 29,8 Millionen Curevac-Aktien hält, ergibt sich für das KfW-Paket ein Beteiligungswert in Höhe von 477,9 Millionen Dollar. Umgerechnet entspricht das zum aktuellen Kurs gut 400 Millionen Euro.

          Der Handel mit den Curevac-Aktien an der Nasdaq wird am Freitagnachmittag europäischer Zeit starten. Je nach Kursentwicklung wird dadurch auch der Marktwert des KfW-Pakets entsprechend steigen oder fallen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Künstliche Intelligenz : Nach dem Hype

          Mit unserem Gehirn können es Computer noch lange nicht aufnehmen. Dennoch ist klar: Künstliche Intelligenz wird in immer mehr Bereichen den Menschen überflügeln – es geht um Geld, Macht und Kontrolle.

          Neue Stadtteile : Deutschland baut XXL

          In den Metropolen fehlen zehntausende Wohnungen. Gegen den Mangel soll Neubau helfen, überall entstehen neue Stadtteile. Wir stellen die größten Projekte vor.
          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

          Rüsten für zweite Corona-Welle : Das nächste Mal ohne Schlagbäume

          Deutsche und französische Parlamentarier befragen gemeinsam ihre Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Olivier Véran (LREM). Neue Exportbeschränkungen wollen sie meiden. In anderen Punkten liegen sie auseinander.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.