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Wochenausblick : Zahlenflut an der Börse

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Wie geht es im Dax weiter? Bild: dpa

Die verkürzte Handelswoche nach Ostern bringt eine Flut an Bilanzen mit sich. Die Konzern-Prognosen für den Rest des Jahres dürften mitentscheiden, ob es mit den Kursen weiter aufwärts geht. Rückenwind gibt es für Anleger aber noch von einer anderen Seite.

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          Mit SAP, Bayer, Daimler, Wirecard und der Deutschen Bank lassen sich ab Mittwoch gleich mehrere Dax-Schwergewichte in die Bücher schauen. Bei der Deutschen Bank dürften Anleger allerdings „mehr auf den Ausgang der Fusionsgespräche mit der Commerzbank schauen als auf die Quartalszahlen“, prognostizierte Analyst Philipp Häßler von Pareto Securities. Auf „50 zu 50“ beziffert der Experte die Wahrscheinlichkeit, dass der Deal am Ende zustande kommt.

          Zum Wochenschluss dürfte es dann auf der Hauptversammlung des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer hektisch zugehen. Das Management um Konzernchef Werner Baumann wird sich nach dem Kursverfall seit der Übernahme von Monsanto der Aktionärskritik stellen müssen. Vor einem Jahr kosteten die Aktien noch rund 100 Euro. Nach dem überraschenden Verlust eines ersten Glyphosat-Prozesses im August 2018 ging es dann steil abwärts

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          Angesichts der Rechtsstreitigkeiten rund um Glyphosat in den Vereinigten Staaten und damit verbundenen Milliardenrisiken zweifeln viele am Sinn des Milliardenkaufs.

          Noch fulminanter als an den europäischen Börsen wird in der kommenden Woche die Welle der Quartalsberichte in Amerika. Dort war der Dow Jones Industrial zuletzt bei 26.500 Punkten ins Stocken geraten und hatte ein neues Rekordhoch gescheut. Investmentstratege Mislav Matejka von JP Morgan rechnet gleichwohl perspektivisch mit weiteren Höchstkursen - und begründet dies mit den zu pessimistischen Erwartungen an die Quartalsergebnissen.

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          Noch im Oktober habe der Markt einen Anstieg der Quartalsgewinne aller 500 Unternehmen des S&P 500 auf Jahressicht um neun Prozent erwartet. Nunmehr aber rechneten Analysten mit einem Rückgang der Gewinne um zwei Prozent, führte Matejka aus. Das aber sei zu tief gestapelt. „Die weltweiten Aktienmärkte, angeführt von China und dem S&P 500, dürften noch auf deutlich höhere Rekordwerte steigen“, ist sich der Experte sicher.

          Überraschend starke Wirtschaftsdaten aus China waren zuletzt der Treiber der Dax-Rally. In der laufenden Woche sind aus dem Reich der Mitte aber kaum noch marktbewegende Konjunktursignale zu erwarten. Stattdessen könnte sich das Interesse am Mittwoch auf den deutschen Ifo-Index für April richten. „Der Tiefpunkt in der Industrie scheint erreicht, zumal sich die Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China positiv entwickeln“, sagte Volkswirt Stefan Mütze von der Helaba. Das Geschäftsklima dürfte sich folglich etwas aufgehellt haben.

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          In Amerika hat das Wachstum im neuen Jahr dagegen voraussichtlich etwas an Schwung verloren. Das dürften die Wachstumszahlen im ersten Quartal belegen, die zum Ende der Woche veröffentlicht werden. Als Gründe für eine schwächere Konjunktur nennt Ökonom Stefan Kipar von der BayernLB den bis Ende Januar dauernden Stillstand der Regierung und den Handelskrieg mit China.

          Rückenwind für Aktien dürfte in den kommenden Wochen von ganz anderer Seite wehen: „Die Dividendensaison bringt einen neuen Ausschüttungsrekord“, sagt Uwe Burkert von der Landesbank Baden-Württemberg. Knapp 40 Milliarden Euro dürften allein die Dax-Konzerne an die Aktionäre verteilen, fast sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Dividenden besserten die Performance erheblich auf: In den vergangenen gut 30 Jahren machten Dividenden knapp ein Drittel der gesamten Dax-Performance aus, so der Volkswirt.

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