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Tesla-Chef unter Druck : Börsenaufsicht SEC wirft Elon Musk Fehlverhalten vor

  • Aktualisiert am

Tesla-Chef Elon Musk bei einer Pressekonferenz im Kennedy Space Center in Folirda Bild: AFP

Tesla-Chef Elon Musk muss sich seine Tweets über das eigene Unternehmen vorab genehmigen lassen. Doch nach Ansicht der amerikanischen Börsenaufsicht hält er sich nicht an die gerichtliche Verfügung.

          Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat sich im Konflikt um die Tweets von Tesla-Chef Musk zu dessen Vorwürfen geäußert, sein Recht auf freie Meinungsäußerung werde beschnitten. Man sei konsterniert, dass Musk entgegen der gerichtlichen Anordnung keinen seiner Tweets über Tesla habe vorab genehmigen gelassen.

          Musks Tweets vom August über eine Übernahme von Tesla und eine Einstellung der Börsennotierung hatten ihn nicht nur  40 Millionen-Dollar Geldstrafen gekostet und zu einer Umbildung des Verwaltungsrates geführt. Zudem hatte sich der Tesla-Chef mit der Aufsicht darauf geeinigt, dass ein Anwalt unternehmensbezogene Tweets vorab genehmigen sollte. Einen solchen Anwalt hatte Tesla zwar Ende Dezember ernannt, dieser überwacht die Tweets jedoch in Echtzeit und genehmigt diese nicht vorab.

          Die Aufsicht bleibt bei ihrer Forderung, dass Musk der Missachtung des Gerichts für schuldig befunden werden solle. Jüngster Streitpunkt sind veröffentlichte Produktionsprognosen, die Musk zudem später noch korrigierte. Diese seien schon lange für die Marktteilnehmer von Bedeutung. Die dreiste Missachtung der Anordnung des Gerichts ist inakzeptabel und keine Arbeitsgrundlage für die Zukunft.

          Musks Anwalt bat um eine Frist für die Beantwortung bis zum 22. März. Die Antwort werde Dokumente enthalten, die die Behauptungen der SEC widerlegten. Sollte das Gericht auf Missachtung erkennen, kann die SEC neue Geldbußen zu verhängen oder zusätzliche Kontrollen für Musk einführen oder ihn sogar suspendieren.

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